Johannes Koll (Hrsg.)

Nationale Bewegungen in Belgien

Ein historischer Überblick

2005,  Niederlande-Studien,  Band 37,  196  Seiten,  broschiert,  21 sw. Abb.,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-2152-3

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Kaum ein anderes europäisches Land ist im Hinblick auf die Entwicklung von Nationalbewußtsein derart interessant und vielgestaltig wie Belgien. Schon an der Schwelle vom Ancien Régime zur Moderne lässt sich eine Rivalität zwischen verschiedenen Formen von nationaler Identität ausmachen, und nach der Gründung des belgischen Nationalstaates (1830/1831) konkurrieren die gesellschaftlichen Träger von belgischem Patriotismus sowie die Flämische, die Wallonische und die Großniederländische Bewegung miteinander um Einfluss auf die belgische Politik. Ein tiefgreifender Prozess der Föderalisierung hat schließlich seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Königreich Belgien von einem unitarisch-zentralistischen Staat in einen Bundesstaat umgewandelt, der immer stärkere (kon-)föderale Konturen annimmt.

Wie legitimierten sich im 19. und 20. Jahrhundert die nationalen Bewegungen des Landes? Wer waren die Träger von belgischem, flämischem, wallonischem und großniederländischem Bewusstsein? Und wie wurde Belgien in Deutschland wahrgenommen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Bandes, der mit Thesen zur Zukunft des belgischen Nationalstaates im europäischen Rahmen schließt.


Mit Beiträgen von

Bruno De Wever, Paul Delforge, Winfried Dolderer, Johannes Koll, Karl-Heinz Lambertz, Louis Vos und Lode Wils.

Pressestimmen

Über die belgische Nationalitätenfrage wird außerhalb unseres Nachbarlandes vergleichsweise wenig publiziert. Daher ist dieses informative Buch, das dem brisanten Thema aus verschiedenen Perspektiven und mit durchaus kontroversen Positionen nachgeht, sehr zu begrüßen.
Stefan Wunsch in: Das historisch-politische Buch 55 (2007), Heft 2, S. 166.

Maar meer nog biedt de bundel, die wordt afgesloten met een register op persoonsnamen, een voor het Duitse taalgebied uniek en (met uitzondering van de bijdrage over de Waalse beweging) deskundig overzicht van de geschiedenis van de nationale bewegingen en de nationale identiteiten in Belgie vanaf de late 18de eeuw alsmede van de gevolgen voor de Belgische staatsstructuur. Hoewel de meeste bijdragen gebaseerd zijn op eerdere publicaties van de auteurs, is het sowieso ook een nuttige aanvulling op de recente, ook al van opzet verschillende, overzichten terzake.
Luc Boeva in: Wetenschappelijke Tijdingen, LXIV/4/2005, S. 245ff.

Kürzlich aber erschienen Beiträge einer wissenschaftlichen Tagung in einem Sammelband, der für eine wissenschaftliche Publikation äußerst preisgünstig (29,90 €) und lesbar ausgefallen ist - unbedingte Kaufempfehlung! [...] Der beste Beitrag stammt von Bruno de Wever, der die Geschichte der Flämischen Bewegung nachzeichnet. [...] Insgesamt ein sehr lesenswertes, informatives Buch.
Malte Woydt unter: Belgieninfo.net