Sonja Bröning

Kinder im Blick

Theoretische und empirische Grundlagen eines Gruppenangebotes für Familien in konfliktbelasteten Trennungssituationen

2009,  Internationale Hochschulschriften,  Band 527,  256  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2140-0

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Bei einer Trennung der Eltern geraten Kinder oft in den Brennpunkt heftiger Konflikte. Dauern die Streitigkeiten länger an, ist die körperliche und seelische Entwicklung betroffener Kinder gefährdet. Doch wie kommt es, dass einige Eltern ihre Trennungskonflikte lösen können, andere nicht? Und was kann man für die betroffenen Familien tun?

Diesen Fragen ist Dr. Sonja Bröning nachgegangen. Sie beschreibt im ersten Teil ihrer Arbeit die Ergebnisse einer Befragung, die sie an Klientinnen und Klienten einer auf Trennung spezialisierten Beratungsstelle durchführte. Gleichzeitig vermittelt sie einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Entstehung und Bewältigung chronischer Trennungskonflikte. Diese Erkenntnisse sind auch in das Kursangebot „Kinder im Blick“ eingeflossen, dessen Konzept und Umsetzung den zweiten Schwerpunkt des Buches darstellen. Das innovative Potenzial von „Kinder im Blick“ wurde im Jahr 2007 mit dem Präventionspreis der „Deutschen Liga für das Kind“ gewürdigt. Derzeit sorgen Trainerschulungen für eine stetig wachsende Verbreitung in Deutschland.

Autoreninfo

Dr. Sonja Bröning studierte Pädagogik an der LMU München und arbeitete dort einige Jahre in Forschungsprojekten zu psychologischen Folgen von Trennung und Scheidung. 2008 schloss sie ihre Promotion im Fach Psychologie ab, in deren Rahmen der Elternkurs „Kinder im Blick“ entstand. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg und ist als Mediatorin, Ausbilderin für Mediation und Referentin tätig.

Pressestimmen

Insgesamt ein sehr differenziertes Werk, das sich aus vielen Persepektiven der Komplexität, Verstricktheit und Vielschichtigkeit des Trennungsgeschehens widmet. Mitunter entsteht der Eindruck, ein einzelner Absatz ist so reichhaltig, dass er Grundlage für zahlreiche Sequenzanalysen sein könnte.
Christine Haselbacher auf : socialnet.de