Oliver Holz (Hrsg.)

Jungenpädagogik und Jungenarbeit in Europa

Standortbestimmung – Trends – Untersuchungsergebnisse

2008,  200  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-1942-1

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Jungenpädagogik und Jungenarbeit bestimmen zunehmend die pädagogische Diskussion. Diese wird auch vor dem Hintergrund geführt, dass Lehrer/innen, Sozialpädagog/inn/en, Sozialarbeiter/innen und Genderbeauftragte sich mit Situationen konfrontiert sehen, in denen sie oftmals über keine Handlungsstrategien oder nur unzureichendes Handlungspotenzial in der pädagogischen Praxis verfügen.

Bei Schulleistungsmessungen wurde nachgewiesen, dass Jungen im Vergleich zu Mädchen meist schlechtere Ergebnisse aufweisen, Sprach-, Lese-, Schreib- und Verhaltensstörungen bei ihnen öfter anzutreffen sind oder auch, dass Jungen häufiger als Mädchen die Schule abbrechen.

Mit der vorliegenden Publikation wird der aktuelle Stand der Jungenpädagogik und Jungenarbeit in neun europäischen Ländern herausgearbeitet und mit Blick auf Gesamteuropa vergleichend analysiert. Die Autoren hoffen, mit diesem Buch all jene anzusprechen, die sich für Fragen der Jungenpädagogik und Jungenarbeit interessieren.

Die englischsprachige Ausgabe diese Buches ist unter dem Titel Pedagogic Approaches to Learning and Teaching with Boys - A European Perspective erschienen.

Pressestimmen

Interessant sind besonders die Trends und Entwicklungstendenzen zur gezielten Jungenförderung und die jedem Beispiel angefügten Anregungen zur selbständigen Weiterbearbeitung der Thematik. [...] Das Buch spricht gewiss all jene an, die sich für Fragen der Jungenpädagogik interessieren.
Ledi Turra Rebuzzi in: forum schule heute. H. 3.2008.

Erfolgreich gleicht die Publikation ein Defizit spezifischer jungenpädagogischer Konzepte aus, da bislang im Vergleich zur Mädchenarbeit keine ausreichende Anzahl veröffentlichter Strategien vorliegen. Um an diesem Gewinn ebenso Pädagogen jenseits der Ländergrenzen zu beteiligen, ist auch eine englischsprachige Fassung des Buches erhältlich.
Aus: Corax. 5. 2008.

Die Artikel sind alle sehr eingängig. Besonders spannend zeigen sich die historischen Hintergründe und die kulturell bedingten Unterschiede. Auch wenn der Bereich Schule eine hohe Bachtung findet, sind die Beiträge durch ihre Übertragbarkeit der Rückschlüsse auf andere Bereiche allgemein von Interesse für alle, die sich mit der Erziehung von Jungen beschäftigen. Fazit Spannend. Erhellend. Anregend zum Weiterdenken.
Gregor Prüfer auf: socialnet.de

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