Nina Schulz

Das zeichnerische Talent am Ende der Kindheit

Ein empirischer Vergleich zwischen dem Selbstbild und dem Fremdbild von Peers, Eltern, Lehrern und Künstlern

2007,  Internationale Hochschulschriften,  Band 480,  324  Seiten,  broschiert,  mit 26 Seiten farbigem Bildteil,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-1733-5

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Die meisten Kinder zeichnen und malen gern. Ab ungefähr neun Jahren setzt jedoch bei fast allen Kindern ein zunehmender Interessenverlust am Malen und Zeichnen ein, an dessen Ende zumeist die völlige Einstellung jedweder freiwilliger zeichnerischer Tätigkeit steht. Die Ursachen dafür liegen u.a. in einer Verschiebung zu anderen Aktivitäten oder in der zunehmenden Unzufriedenheit mit den eigenen zeichnerischen Kompetenzen, die nicht die Umsetzung anspruchsvollerer Darstellungen ermöglichen.

In Bezug auf diesen zunehmenden Interessenverlust werden aus entwicklungspsychologischer Perspektive zeichnerisch begabte und weniger begabte Grundschüler im Hinblick auf deren Selbstbild untersucht. Dabei zeigt sich, dass das Talent bzw. die Wahrnehmung dessen eine Art Schutzfaktor vor dem Interessenverlust darstellt.

Autoreninfo

Nina Schulz, geb. 1972, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych., Studium der Psychologie an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim im Bereich Lehre (Schwerpunkt: Lern- und Entwicklungspsychologie) und Forschung (2001-2004) in einem Projekt zur integrativen Beschulung (intellektuell) hochbegabter Grundschüler in einer Regelschule.