Gabriele Mante

Die deutschsprachige prähistorische Archäologie

Eine Ideengeschichte im Zeichen von Wissenschaft, Politik und europäischen Werten

2007,  Internationale Hochschulschriften,  Band 467,  280  Seiten,  E-Book (PDF),  26,90 €,  ISBN 978-3-8309-6691-3

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Ist die deutschsprachige prähistorische Archäologie tatsächlich eine Wissenschaft, die nur Scherben zählt? War sie jemals frei von politischen Werten? Wie haben die Ideen von Marx und Engels die ostdeutsche Forschung beeinflusst? Und was hat Gott mit der Deutung der prähistorischen Relikte zu tun? Diese und andere Fragen beantwortet dieses Buch.

Es beschreibt den Spagat einer Disziplin, die auf der einen Seite "objektive", empirische Wissenschaft betreiben und auf der anderen Seite gesellschaftlich relevant sein möchte. Das Buch ist gleichzeitig als ein weiteres Fallbeispiel dafür zu lesen, dass die Autonomie der Kulturwissenschaften nichts als eine Illusion ist. Es richtet sich neben den in Forschung und Praxis tätigen Wissenschaftlern vor allem auch an die Studierenden der Archäologie und der Kulturwissenschaften.

Autoreninfo

Gabriele Mante studierte Ur- und Frühgeschichte und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. Von 2001 bis 2004 war sie Promotionsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Essener Graduiertenkolleg "Europäische Gesellschaft" und promovierte 2004 bei Johan Callmer an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete sie als Marketingassistentin und als Redakteurin eines Kulturmagazins in Kiel. Bei einer Kölner Agentur betreut sie seit 2007 Fundraising-Projekte für Hochschulen und gemeinnützige Organisationen.

Pressestimmen

Mante [legt] einen wichtigen Überblick zur Spannweite der prähistorischen Ideengeschichte vor, der zum weiteren Nachdenken über das komplexe Beziehungsgeflecht von Wissenschaft und Politik anregt.
Thomas Widera in: sehepunkte 10, Nr. 5. 2010. Rezension vom 15.05.2010.