Berufsinteressen hochbegabter Jugendlicher

Jörn R. Sparfeldt

Berufsinteressen hochbegabter Jugendlicher

2009,  Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie,  Band 55,  282  Seiten,  E-Book (PDF),  20,40 €,  ISBN 978-3-8309-6672-2

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In der aktuellen pädagogisch-psychologischen Diskussion stehen Leistungsspitzen im besonderen Interesse. Definitionsgemäß sind Hochbegabte zu Spitzenleistungen befähigt. Eine zentrale Entwicklungsaufgabe im Jugendalter stellt die Ausbildungs- und Studienwahl dar. Hier sind Berufsinteressen besonders bedeutsam. Im Rahmen des Marburger Hochbegabtenprojekts wurde der Frage nach berufsbezogenen Interessen zum einen bei hochbegabten und zum anderen bei hochleistenden Jugendlichen nachgegangen. Die Analyse von Fragebogendaten wurde um die Betrachtung von Wettbewerbsteilnahmen, erhaltenen Auszeichnungen, Hobbys, speziellen Interessen und Engagements ergänzt. Neben vielen Gemeinsamkeiten hoch- und durchschnittlich begabter Jugendlicher dokumentierte sich u.a. ein höheres akademisch-intellektuelles Interesse der Hochbegabten. Auch hochleistende Jugendliche waren stärker intellektuell interessiert als durchschnittlich leistende. Die Befunde widersprechen zahlreichen Spekulationen über die vermeintlich problematische Interessenlage Hochbegabter.

Pressestimmen

Insgesamt zeichnet sich das Buch durch eine erfreuliche Klarheit hinsichtlich methodischer Standards aus, die in Deutschland und zu häufig auch international in vielen Arbeiten zur Hochbegabung noch nicht erreicht werden. Sparfeldts Buch kann daher allen an empirischer Hochbegabtenforschung Interessierten uneingeschränkt empfohlen werden.
Miriam Vock in: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie. Nr. 21. 2007.

Das Buch von Jörn Sparfeldt liefert eine übersichtliche und gut strukturierte Dokumentation einer methodisch einwandfreien Untersuchung in einem bislang nur dürftig behandelten Bereich mit weitreichender gesellschaftlicher Bedeutung. [...] Die zur Auswertung hinzugezogenen Methoden werden vom Autor gut und verständlich dargestellt. Neben übersichtlichen, nicht zu zahlreichen Tabellen liefert er am Ende eines jeden Unterkapitels eine kurze, eingängige Zusammenfassung, was sehr zum Lesekomfort beiträgt.
Wiebke Mund in: Psychologie in Erziehung und Unterricht. H. 3/2007.

The existing literature on possible links between giftedness and professional interests suffers from methodological problems such as selective samples or missing comparision groups. Sparfeldt's peer-reviewed monograph thus fills an empirical gap.
Jan Gowert Masche in: Swiss Journal of Psychology Nr. 66.