"Jetzt noch studieren ..."

Birgit Weinmann-LutzTina AmmannSeline SoomYvonne Pfäffli

"Jetzt noch studieren ..."

Berufswechsel und Studium bei Erwachsenen am Beispiel angehender Lehrerinnen und Lehrer

2006,  244  Seiten,  E-Book (PDF),  22,40 €,  ISBN 978-3-8309-6659-3

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Ziel der hier berichteten Studie war es, Motive, Erwartungen, Kompetenzen und spezifische biografische Hintergründe von Berufswechslerinnen und Berufswechslern zu untersuchen, die Lehrerin oder Lehrer werden möchten. Im Buch wird das Themenfeld des Berufswechsels und Studiums von Erwachsenen aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven aufgearbeitet. Im empirischen Teil kann in quantitativen und qualitativen Analysen gezeigt werden, dass Berufswechslerinnen und Berufswechsler über höhere personale Ressourcen, wie allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung, sowie realistischere und idealistischere Berufswahlmotive und Tätigkeitserwartungen verfügen, jeweils im Vergleich mit Studierenden bei der Erstberufswahl.

Auffallend an den Biografien war zudem eine im Lebenslauf dokumentierte Bildungsbereitschaft, wobei auch informelle Bildung mit erfasst wurde, sowie ein Herantasten an ein pädagogisches Arbeitsfeld. Die Ergebnisse werden ausführlich zusammenfassend diskutiert und Implikationen für Institutionen, die Erwachsenen Studierende ausbilden, aufgezeigt.

Autoreninfo

Dr. Birgit Weinmann-Lutz studierte nach einer Berufslehre in Heidelberg Psychologie und promovierte dort über Genderthemen in der Mediation. Nach einem zweijährigen Aufenthalt und Therapieausbildung an der Northwestern University (NWU) in Chicago, USA, ist sie derzeit als Dozentin und Leiterin mehrerer Forschungsprojekte zum Thema biografischer Berufs-, Bildungs- und Entwicklungsübergänge bei Erwachsenen an der Pädagogischen Hochschule Bern beschäftigt. Forschungsschwerpunkte: Entwicklung und Bildung von Erwachsenen, Berufswechsel, Gender; Klinische Interventionen bei Paaren.

Pressestimmen

Insgesamt leistete die Studie wichtige Pionierarbeit in einem bislang noch wenig untersuchten Feld. [...] Die Plausibilität der Befunde und ihre theoretische Einbettung unterstützen die Interpretationen [...], so dass die insgesamt profunden Untersuchungsergebnisse auch wertvolle Anregungen für die Unterstützung der Berufswechsler in ihrer zweiten Ausbildung geben können, [...].
Bernhardt Schmidt in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 1/2008, S. 96 f.

Berufswechslerinnen und Berufswechsler verfügen über höhere personale Ressourcen sowie realistischere und idealistischere Berufswahlmotive und Tätigkeitserwartungen im Vergleich mit Studierenden bei der Erstberufswahl. Sie zeigen insgesamt eine deutlich erhöhte Bildungsbereitschaft - mithin sollte das Studium älterer Studierender nicht politisch eingeschränkt, sondern gefördert werden! Das Gegenteil ist aber der Fall, - leider - und zeigt die Kurzsichtigkeit unserer (Bildungs-)Politik(er).
Oliver Neumann in: www.lehrerbibliothek.de