Viele Welten leben

Ursula Boos-NünningYasemin Karakaşoğlu

Viele Welten leben

Zur Lebenssituation von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund

2009,  580  Seiten,  E-Book (PDF),  23,90 €,  ISBN 978-3-8309-6496-4

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Die Lebensweise von Migrantinnen wird in der aktuellen Debatte meist als Integrationshemmnis diskutiert. So werden z.B. ihre religiösen Bindungen oder eine starke Familienorientierung als Ausdruck mangelnden Interesses an Integration, Bildung oder an ihrem Lebensumfeld gedeutet. Dass dies der Realität und auch der Selbstwahrnehmung junger Migrantinnen keinesfalls entspricht, zeigt diese neue Studie. Erstmalig wurden junge Migrantinnen im Alter von 15 bis 21 Jahren türkischer, griechischer, italienischer und jugoslawischer Herkunft sowie Aussiedlerinnen in Deutschland im Rahmen einer quantitativen Studie umfassend zu einer Fülle von Themen befragt. Die Studie gibt Auskunft über die Pluralität der Lebensweisen und Lebensorientierungen in den unterschiedlichsten Bereichen, beispielsweise die Bedingungen des Aufwachsens junger Migrantinnen, die Bedeutung der Familie, Schule und Ausbildung, Partnerschaft und Religiosität. Dabei wird differenziert nach der Zugehörigkeit zu verschiedenen Herkunfts- und Religionsgruppen und Schlussfolgerungen für Voraussetzungen erfolgreicher Integrationspolitik können gezogen werden.

Pressestimmen

Eine wichtige Erkenntnis ist [...], dass es nicht nur Unterschiede zwischen den verschiedenen Herkunftsgruppen gibt, sondern auch innerhalb der nationalen Herkünfte der Mädchen und Frauen eine große Pluralität an Orientierungen und Einstellungen deutlich wird.
Deutsch als Zweitsprache. 1.2008.

umfassende Studie [...] liefert interessante Ergebnisse im Hinblick auf die Religiosität muslimischer Mädchen und Frauen im Vergleich zur Religiosität nicht muslimischer (katholischer, protestantischer, orthodoxer) Frauen.
Julia Reuter, Markus Gamper in: Soziologische Revue.30. Jg. 2007.

Mit den Ergebnissen der Studie, aber auch mit der umfangreichen Darstellung der bisherigen empirischen Forschungen ist den Autorinnen [...] ein sehr empfehlenswertes Nachschlagewerk gelungen.
Aus: femina politica. 1/2006.

Das breite Spektrum und die Vielfalt der Ergebnisse zeigen, dass Kultur nicht statisch, sondern wandelbar ist und wie wichtig es ist, der einzelnen Person unvoreingenommen zu begegnen und sich ein Bild über ihre besondere Form der kulturellen Bewältigung zu machen.
aus: http://www.alephino.oefse.at/OPAC/HOIAAIOPHOIAAIOPHOIA-0001

Ein wichtiges Buch zur Lebenslage und -führung junger Migrantinnen. Durch die systematischen Abhandlungen zum jeweiligen Erkenntnisstand zu den einzelnen Themenkomplexen dient dieses Buch der umfassenden und zugleich detaillierten Wissensvermittlung. Die Autorinnen und Mitarbeiterinnen haben mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag zu einer sich weiter differenzierenden Forschung von Migrationsprozessen geleistet.
Friedhelm Vahsen in: Socialnet. http://www.socialnet.de/rezensionen/3078.php

Es ist überzeugend herausgearbeitet, dass beispielsweise die "Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit oder das Vorliegen von Migrationserfahrungen nicht zwangsläufig zu Selbstwert- oder Identitätsproblemen führen muss.
Kuno Rinke in: Politisches Lernen. H. 3-4/2005. S. 88f.

Cornelia Tsirigotis in: Systemmagazin. Online-Journal für systemische Entwicklungen. 03.01.2006.

[Die Studie], die ich als ausgezeichnetes Beispiel einer quantitativen Forschungsarbeit einschätze. Studierende und Nachwuchswissenschaftler bekommen hier beispielhaft vorgeführt, wie man den Forschungsstand zu einem umfangreichen Thema zusammmenfasst, die Ergebnisse im Einzelnen und im Gesamtzusammenhang darstellt und Statistiken bewertet. [...] die Aussagen von Boos-Nünning und Karakasoglu [...] geben [...] doch deutlich Auskunft über die Pluralität der Lebensweisen und Orientierungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen der Migranntinnen und letztlich Ansatzpunkte für weitere Forschungen.
René Börnert in: Erziehungswissenschaftliche Revue. http://www.klinkhardt.de/ewr/83091496.html

Optimistisch und modern: Die erste repräsentative Untersuchung der Lebenssituationen und Zukunftsvorstellungen junger Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund in Deutschland liefert überraschende Ergebnisse.
Aus: AiD. Integration in Deutschland. URL: http://isoplan.de/aid/2005-3/neuerscheinungen.htm

Die Untersuchungen [in diesem Band] unter der sachkundigen Führung zweier ausgewiesener Expertinnen und mit der Begleitung eines ausgezeichnet besetzten wissenschaftlichen Beirats haben sich gelohnt und verdienen Beachtung in Wissenschaft und Politik.
Günter Renner in: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, 25. Jahrgang, Heft 7/2005, S. 253.