Ute Schleimer

Die Opera Nazionale Balilla bzw. Gioventù Italiana del Littorio und die Hitlerjugend

Eine vergleichende Darstellung

2004,  Internationale Hochschulschriften,  Band 435,  304  Seiten,  E-Book (PDF),  31,30 €,  ISBN 978-3-8309-6445-2

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Wie im nationalsozialistischen Deutschland etablierte sich im faschistischen Italien eine Staatsjugend. Nachdem zunächst ehemalige Mitglieder der Staatsjugend zu Wort gekommen sind, stehen neben der Geschichte der Staatsjugend die Freizeitaktivitäten der Jugendorganisation im Vordergrund. Die Staatsjugend versuchte durch vielfältige Formen der Erlebnispädagogik, möglichst große Teile der Jugend für das Regime zu gewinnen und somit die Jugendlichen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Inwieweit lässt sich die italienische Staatsjugend mit der deutschen Hitlerjugend vergleichen? Diese Frage wird im letzten Teil des Buches beantwortet und die vielfältigen Gemeinsamkeiten überraschen angesichts der älteren Forschung.

Autoreninfo

Ute Schleimer, geboren 1974 in Rheine. Studium der Lateinischen Philologie, Geschichte und der Italienistik in Münster, Bologna, Florenz (Stipendium des DAAD) und Rom (Stipendium des Deutschen Historischen Institutes in Rom). Promotion 2004. Lehrerin für Latein, Geschichte und Italienisch für Sek.I/II.

Pressestimmen

Das überzeugende Resümee der Arbeit lautet daher: Obwohl die faschistischen Jugendformationen einen ähnlichen totalitären Anspruch hatten wie die erst später gegründete Hitlerjugend, zeigten sich in der Realität erhebliche Unterschiede, weil die HJ ihre Ziele mit der "größeren Konsequenz und Radikalität" (S. 252) zu erreichen suchte.
Joachim Scholtyseck in: Historische Zeitschrift Band 286 (2008), S. 252f.

Insgesamt kann die Autorin interessante Informationen über die O.N.B. und G.I.L. vermitteln.
Thilo Baier in: Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. 1/2004.

Mit der faktenreichen Rekonstruktion der O.N.B./G.I.L. liegt insgesamt eine für die deutsche jugendhistorische Forschung interessante Publikation vor.
Gisela Miller-Kipp in: Zeitschrift für Pädagogik. 54. Jg. H. 6.2005. S. 892ff.