Sang Sup Kim

Die Selbstkonstituierung des moralischen Subjekts und das Faktum der Vernunft

2003,  Ethik im Unterricht,  Band 3,  240  Seiten,  broschiert,  25,50 €,  ISBN 978-3-8309-1251-4

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In dieser bildungstheoretischen Kant-Interpretation wird der Versuch unternommen, die Bedeutung des transzendentalphilosophischen Begründungsverfahrens für die moderne pädagogische Praxis zu verdeutlichen. Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit einer nicht-empirischen Begründung pädagogischer Prinzipien wie Bildsamkeit, Selbsttätigkeit und Mündigkeit. Vor diesem Hintergrund wird herausgearbeitet, inwiefern diese transzendentalphilosophische Konzeption noch relevant ist für die gegenwärtige bildungstheoretische Diskussion. Die von Kim Sang Sup vorgelegte Kant-Studie ist die zur Veröffentlichung bearbeitete Fassung seiner Dissertation.

Autoreninfo

KIM Sang Sup (geb. 1961) in Eui-Sung (Korea), studierte Erziehungswissenschaft an der Seoul National University. Nach seiner Lehrtätigkeit in Seoul und verschiedenen Forschungsprojekten im Ssang-Yong Central Educational Institut promovierte er 2002 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft. Zur Zeit übersetzt Kim Kants „Pädagogik-Vorlesung“ und Schillers „Ästhetische Briefe“, die bisher noch nicht auf Koreanisch erschienen sind.

Pressestimmen

Durch Kims Studie wird einmal mehr aufgezeigt, wie vielfältig die Anknüpfungspunkte für eine fruchtbare pädagogische Auseinandersetzung mit Kant bis heute sind. [...] Hervorzuheben ist ferner, dass der Autor es nicht bei einer im Oberflächlichen verbleibenden Zusammenfassung der Quellen belässt, sondern sich durchweg um eine philosophisch-pädagogische Durchdringung bemüht. [...] Kims Buch [ist] lesenswert, weil es manchem Kenner eine neue Sicht auf die bildungsphilosophische Relevanz der Kantischen Ethik eröffnen mag und weil es den allgemeiner interessierten Leser mit einer Reihe von "nicht-empirischen" Fragen konfrontiert, die für die Pädagogik in hohem Maße virulent sind und bleiben.
Christian Schönherr auf: Erziehungswissenschaftliche Revue. 3/2004