Späte Scheidung

Inken Lind

Späte Scheidung

Eine bindungstheoretische Analyse

2001,  Internationale Hochschulschriften,  Band 374,  292  Seiten,  E-Book (PDF),  22,90 €,  ISBN 978-3-8309-6065-2

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Das Scheidungsrisiko für Ehen mit einer Dauer von 20 bis 30 Jahren hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Während ein reges Forschungsinteresse bezüglich Ursachen und Folgen von Scheidungen junger Ehen besteht, bleiben Trennungen von Paaren, die schon Jahrzehnte verheiratet sind, weitgehend unberücksichtigt.

Das Buch greift dieses Forschungsdefizit auf, wobei mit Hilfe der Bindungstheorie die empirische Analyse fundiert wird. Die Bindungstheorie geht davon aus, dass Trennungserfahrungen eine zentrale Rolle im Bindungssystem spielen. Angewandt auf das Datenmaterial ergeben sich daraus neue Erkenntnisse über die Bedeutung von Bindungsaspekten und der psychosozialen Lebenslage der Betroffenen.

Autoreninfo

Inken Lind, Jahrgang 1968, studierte Psychologie in Bonn und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität-GHS Siegen, wo sie 2000 promovierte. Parallel dazu absolvierte sie eine therapeutische Zusatzausbildung, war freiberuflich tätig und erhielt die Approbation für Verhalenstherapie. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung an der Universität Bonn mit dem Arbeitsschwerpunkt Genderforschung.

Pressestimmen

Warum gelingt es aber den einen, Krisen zu meistern, während andere Paare schon in weniger dramatischen Konflikten aufgeben? Diese Frage hat die Bonner Psychologin Inken Lind in ihrer Publikation "Späte Scheidung" anhand von 122 Interviews mit spät Geschiedenen untersucht.
Anna von Münchhausen in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 22. Oktober 2006. S. 59.