Götz Schmedes

Medientext Hörspiel

Ansätze einer Hörspielsemiotik am Beispiel der Radioarbeiten von Alfred Behrens

2002,  Internationale Hochschulschriften,  Band 371,  324  Seiten,  E-Book (PDF),  24,80 €,  ISBN 978-3-8309-6062-1

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Wie jede Kunstform verfügt auch das ästhetische System Hörspiel über ein spezifisches Repertoire an Ausdrucksmitteln. Um ein einzelnes Stück in all seinen Dimensionen zu durchschauen und die Vieldeutigkeit seiner Codes zu entschlüsseln, bedarf es der exakten Kenntnis dieses Repertoires und der Loslösung von rein intuitiver Rezeption. Von dieser Annahme ausgehend erarbeitet der Autor eine zeichentheoretisch fundierte Analysemethode, die auf die Besonderheiten akustischer Bedeutungsvermittlung zugeschnitten und an formalen Kategorien orientiert ist. Die Methode wird anhand zweier Hörspiele von Alfred Behrens exemplarisch umgesetzt. Außerdem stellt der Autor das bis heute entstandene Hörspielwerk des 1944 in Hamburg geborenen Autors und Regisseurs Alfred Behrens vor, der seit Anfang der 70er-Jahre kontinuierlich für das Radio arbeitet.

Autoreninfo

Götz Schmedes, geboren 1967, arbeitet als Autor und Radiokritiker sowie als Producer und Regieassistent für den Hörfunk. Er studierte Medienwissenschaften in Siegen und London und schloss 2001 mit der Promotion ab.

Pressestimmen

[...] Schmedes Verdienst [ist es] den aktuellen Stand von Alfred Behrens Hörspiel-Arbeiten systematisch erfasst zu haben - einschließlich eines Tonträgerverzeichnisses, Radioessays, neben Primär- und Sekundärliteratur natürlich.
Wolfram Wessels in: Rundfunk und Geschichte 29 (2003)

Der vorliegende Band stellt in zweierlei Hinsicht eine äusserst geglückte und darüber hinaus schon längst fällige Erweiterung der Literatur zum Thema Hörspiel dar: Einerseits liefert der Autor mit seiner Studie die erste umfassende theoretische Grundlage zur Analyse von Hörspielen, und andererseits wird hier dem Schriftsteller, Regisseur und Filmemacher Alfred Behrens zum ersten Mal in dieser Ausführlichkeit eine Untersuchung im Hinblick auf seine Arbeit als Hörspielmacher gewidmet.
Elke Huwiler in: literaturkritik.de.