Der Marshall-Plan und das neue Deutschland

Axel Lehmann

Der Marshall-Plan und das neue Deutschland

Die Folgen amerikanischer Besatzungspolitik in den Westzonen

2000,  Internationale Hochschulschriften,  Band 335,  530  Seiten,  E-Book (PDF),  34,10 €,  ISBN 978-3-8309-5889-5

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Ohne den Marshall-Plan wäre die moderne Bundesrepublik eine andere. Hier wird erstmals detailliert zusammengetragen, wie die US-Hilfe nach dem 2. Weltkrieg die gesellschafts-, partei- und ordnungspolitische Entwicklung Deutschlands maßgeblich prägte. Deutschland war nach dem Marshall-Plan "amerikanischer" als je zuvor. Alternative Konzepte für ein neues Deutschland scheiterten an einem Plan, der ursprünglich gar keiner war.

Autoreninfo

Axel Lehmann, Jahrgang 1966, studierte als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Münster. Promotion 2000. Seit 1995 tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europaabgeordneten Mechtild Rothe.

Pressestimmen

Noch ein Buch über den Marshall-Plan, so möchte man fragen? Aber dem Autor geht es diesmal nicht vorrangig um die ökonomischen Konsequenzen, sondern um die ordnungs- und gesellschaftspolitischen Folgen der amerikanischen Wiederaufbauhilfe für Europa in (West-)Deutschland. [...] Aber mit einer kenntnisreichen und detaillierten Beschreibung, wie das ERP seine Wirkungen in der westdeutschen Gesellschaft erzielte, läßt Lehmann es nicht bewenden. Vielmehr wendet er sich auch den im Grundsatz ja ebenso unstrittigen außenpolitischen Ergebnissen zu.
Aus: Das Politisch-Historische Buch. 49.Jg. H. 2, 2001. S. 185f.

Dem Autor gelingt es erstmals detailliert darzustellen, wie das ERP die gesellschafts-, partei- und ordnungspolitische Entwicklung Deutschlands maßgeblich prägte.
Aus: INNENANSICHTEN. Nr. 26/2001.

Als Instrument der amerikanischen Außenpolitik im beginnenden Kalten Krieg band es [das "European Recovery Program" (ERP)] die Empfänger der Hilfe an den Westen, vertiefte damit die Spaltung der Welt und exportierte amerikanische Ordnungs- und Wertvorstellungen nach Europa, vor allem nach Deutschland. Diese Dimension des Programms ist wesentlicher Inhalt der Studie. Sie verdeutlicht, in welchem Ausmaß der Marshall-Plan etwa die öffentliche Meinung in den Besatzungszonen beeinflußte [...] Die deutschen Parteien waren geteilter Auffassung. Ihre Beurteilung des ERP, die detailliert und kompetent referiert wird, reicht von abwartender Ablehnung [...] bis zu nahezu uneingeschränkter Zustimmung [...].
(Aus: FAZ, 29.03.2001, Nr. 75, S. 11.)