Arbeitskulturen im Umbruch

Irene GötzAndreas Wittel (Hrsg.)

Arbeitskulturen im Umbruch

Zur Ethnographie von Arbeit und Organisation

2000,  Münchner Beiträge zur Volkskunde,  Band 26,  228  Seiten,  E-Book (PDF),  16,90 €,  ISBN 978-3-8309-5882-6

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Was können ethographische Methoden zum Verständnis einer sich rasch wandelnden postindustriellen Arbeitsgesellschaft beitragen? Dieser Band bündelt neuere Ansätze einer kulturwissenschaftlichen Arbeits-, Organisations- und Unternehmensforschung. Mikroanalysen führen vor, wie die beteiligten Akteure ihre Arbeitswelt als soziokulturellen Raum konstruieren und deuten. Mit welchen gruppen-, regional- und geschlechtsspezifischen Konzepten von Lohn und Leistung, Gleichheit und Hierarchie, von Unternehmenskulturen und -politik wird die tägliche Arbeit gestaltet? In den Beiträgen wird das Handeln von Werftarbeitern und Gentechnikern, Brotverkäuferinnen und Webdesignern, Erziehungsurlauberinnen und Unternehmerinnen, Managern und Arbeitslosen untersucht. Mal stehen bestimmte Gruppen und Belegschaften, mal Wirschaftsorganisationen als Ganzes, mal neue Arbeitsnetzwerke im Mittelpunkt.

Pressestimmen

Alle Aufsätze zeigen neue Perspektiven für das Fach auf, machen aber dennoch deutlich, daß wegen der rasanten Entwicklungen in der Arbeitswelt die Prämissen, die Methoden, die Begriffe und der Forschungsgegenstand selbst jedesmal neu definiert werden müssen.
Heide Stieger in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte. 2/2003. S. 25.

"Mit unterschiedlichen Zugangsweisen loten die Autorinnen und Autoren aus, was eine ethnologische Methode bei der Erforschung der Arbeitswelt leisten kann. [...] Dieser Tagungsband zeigt die Möglichkeiten eines kulturwissenschaftlichen Zugriffs auf die gegenwärtigen Arbeitskulturen auf. Der Blickwinkel, unter dem mentale Muster und Bewältigungsstrategien fokussiert und die beteiligten Personen als handelnde Akteure herausgearbeitet werden, belegt, dass eine Ethnographie der Arbeit einen Nischenplatz neben der Industriesoziologie beanspruchen kann."
Aus: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2002; S. 218; Bettina Günter

Insgesamt gesehen bietet der Band eine ausgewogene Mischung aus Fallbeispielen einerseits, Methoden und anwendungsorientierten Konzepten andererseits [...] auch ein theoretisches Aufbrechen [ist] zu spüren, das der Arbeitskulturforschung viele neue Perspektiven eröffnet.
Aus: Schweizerisches Archiv für Volkskunde. 97/2001, S. 314.