Wai Meng Chan

Metakognition und der DaF-Unterricht für asiatische Lerner

Möglichkeiten und Grenzen

2000,  Internationale Hochschulschriften,  Band 327,  388  Seiten,  E-Book (PDF),  31,30 €,  ISBN 978-3-8309-5865-9

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Nicht nur effektive Sprachlerner setzen beim Lernen Strategien ein. Dennoch wissen Lehrer oft aus eigener Beobachtung zu berichten, daß effektive Lerner oft flexibler und planvoller mit Strategien umgehen und ihr eigenes Lernen regelmäßig reflektieren - Anzeichen einer gut funktionierenden Metakognition. Zur Erklärung dieses Zusammenhangs stellt der Autor ein umfassendes Modell der Metakognition beim Fremdsprachenlernen vor. Im Buch wird außerdem erörtert, warum die metakognitive Entwicklung des Lerners den Grundstein der Lernerautonomie bildet.

Lernkontextuelle Faktoren haben einen nachhaltigen Effekt auf den schulischen Unterricht sowie die Einstellungen der Lehrer und Lerner. Am Beispiel des fremdsprachlichen Deutschunterrichts im asiatischen Staat Singapur sucht der Autor zu veranschaulichen, wie letztere die Implementierung eines prozeßorientierten und autonomiefördernden Curriculums erschweren können. Zur Überwindung dieser Hindernisse plädiert er - und hier schließt sich der Kreis - für die gezielte Förderung der Metakognition und schildert hierfür einige praktische Ideen und Vorschläge.

Autoreninfo

Wai Meng Chan, Jahrgang 1962, studierte von 1982 bis 1987 Germanistik und Anglistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Im Februar 2000 promovierte er zum Dr. phil. in Germanistik an der Universität Gesamthochschule Kassel. Er arbeitet seit 1992 als Dozent für Deutsch als Fremdsprache im Studiengang Europäische Studien an der National University of Singapore.