Über Männer und Verhütung

Jörg Fichtner

Über Männer und Verhütung

Der Sinn kontrazeptiver Praxis für Partnerschaftsstile und Geschlechterverhältnis

1999,  Internationale Hochschulschriften,  Band 299,  330  Seiten,  E-Book (PDF),  22,90 €,  ISBN 978-3-8309-5714-0

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Die Praxis der Verhütung stellt wortwörtlich und so unmittelbar wie kaum eine andere Verhältnisse zwischen den Geschlechtern her. Anliegen dieses Buches ist es, für diesen Zusammenhang ein umfassendes praktisches und theoretisches Verständnis zu gewinnen. Mit dem hier vorgeschlagenen Modell von "Partnerschaftsstilen" wird gezeigt, wie sich psychologische und soziologische Theorien zu Liebes- und Lebensstilen anknüpfen lassen an aktuelle Diskussionen über die Konstruktion von Männlichkeit und an Erkenntnisse der Kontrazeptionsforschung. Umfangreiches Material aus biographischen Interviews und Fragebögen ermöglichen es schließlich das Modell zu überprüfen und anschaulich zu machen. Somit bietet die Arbeit sowohl umfassende Daten zu männlicher Sexualität und Partnerschaftsvorstellungen, als auch eine fruchtbare Verschränkung von Milieu- und Gendertheorie mit Gesundheitsforschung.

Autoreninfo

Jörg Fichtner, Jahrgang 1962, studierte Psychologie, Soziologie und Musikwissenschaften an der Universität Freiburg, arbeitete lange als Rundfunkjournalist und absolvierte Weiterbildungen zum Verhaltenstherapeuten und Sportpsychologen. Neben seiner Tätigkeit als klinischer Therapeut forscht und veröffentlicht er zu den Tätigkeiten Gender, Arbeitswelt und Medien.

Pressestimmen

"Das Interesse dieser Dissertationsschrift ist das tiefere psychologische Verständnis männlichen Verhütungsmittelgebrauchs. Imakribisch recherchierten, materialreichen Theorieteil der Arbeit, die vier Kapitel umfasst, wird ein Modell entwickelt, wonach der heterosexuellen Verhütungspraxis individualbiographisch und soziokulturell begründete Handlungsorientierungen zugrunde liegen, die als Partnerschaftsstile im Zusammenhang mit spezifischen Männlichkeitsformen fassbar sind.[...] Fichtner möchte mit seiner Arbeit die bislang stark vernachlässigte Männerseite in der Kontrazeptionsforschung stärken."
(Aus: Z. Sexualforschung 2000; 13)