Europäische und nationale Umweltbildung im Vergleich

Klaus SchleicherWalter Leal Filho (Hrsg.)

Europäische und nationale Umweltbildung im Vergleich

1999,  Umwelt – Bildung – Forschung,  Band 3,  231  Seiten,  E-Book (PDF),  19,50 €,  ISBN 978-3-8309-5708-9

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Umweltbildung wird realistischer und erfolgreicher, wenn sie Widersprüche zwischen ihren Zielvorgaben, Kontextbedingungen und eigenen Arbeitsmöglichkeiten aufgreift und aufarbeitet. Damit wird einschätzbar, inwieweit sie zu globalem Denken und lokalen Handeln befähigen kann, wenn Bürger lokal sozialisiert bzw. national gebildet werden und die Umwelt zunehmend durch europäische Reglements gestaltet wird. Mit diesen Widersprüchen und deren Bearbeitung befasst sich der Band.

- Eine adressatenorientierte Umweltbildung muß ihre institutionellen und regionalen sowie nationalen und europäischen Rahmenbedingungen einkalkulieren.

- Eine national reflektierte Umweltbildung kann ihr Selbstverständnis, ihre Ansätze und praktischen Handlungsoptionen erweitern, wenn sie sich mit fachlichen Entwicklungen, Didaktiken und Qualitätsstandards in anderen Ländern auseinandersetzt. Daher werden sechs "nationale Fallstudien" kontrastiert.

- Eine europäisch und subsidiär ausgerichtete Umweltbildung muß transnationale Kommunikationssysteme nutzen, interregionale Abstimmungsmechanismen entwickeln und lokale Bildungsbedarfe wie -möglichkeiten klären. Welche Optionen erforderlich sind, wird abschließend gezeigt.

Will Umweltbildung mithin lokal adressiert, national verständlich und europäisch kooperativ sein, muß sie ihre unterschiedlichen Handlungsbedingungen berücksichtigen.

Pressestimmen

[Klaus Schleicher und Walter Leal Filho] legen mit den von ihnen edierten Texten einen umfassend angelegten qualitativen Survey der umweltpädagogischen Verfassung in einer Vielzahl europäischer Länder vor. Unter Gesichtspunkten der produktiven Irritation nationaler Selbstgewißheiten sowie der Stimulanz von pädagogischen Programmen und bildungspolitischen Weichenstellungen ist dieses Unterfangen löblich und alles in allem rundum gelungen. [...] ist dieses Buch als Pflichtlektüre allen für die Umweltpädagogik Verantwortlichen dringend zu empfehlen.
Prof. Dr. Bernd Claußen in: DGU-Nachrichten. 23. Mai 2001, S. 39-40.

"Europäische Wissenschaftler und Politiker liefern eine detaillierte Studie zu nationalen bildungspolitischen Voraussetzungen sowie den Bedingungen europäischer Abstimmung und Zusammenarbeit."
[Aus: Zeitschrift für Politikwissenschaft 4/2000]

"Im vorliegenden Band werden sowohl europäische Voraussetzungen, Trends und Impulse der Umweltbildung interpretiert und länderspezifische Erfahrungen und Konzeptionen vorgestellt als auch schließlich organisatorische und praktische Bemühungen um eine Verbindung von europäischen Rahmenvorgaben und regionalen Realisierungsmöglichkeiten aufgezeigt. (...) Sowohl das ganze Werk als auch die einzelnen Texte sind übersichtlich gegliedert, Hervorhebungen erleichtern die Orientierung in den einzelnen Absätzen. (...) Bildungspolitiker, Erziehungswissenschaftler und Pädagogen, die sich mit Umweltbildung beschäftigen, haben mit diesem Werk ein gutes Hilfsmittel an der Hand, die Perspektiven der Umweltbildung im europäischen Kontext zu erkennen und ihre eigene Diskussion zu bereichern."
(Dr. Erdmute Steiner in: DGU-Nachrichten, 11/1999, S. 105)