Aufklärung und narrative Form

Guido Bee

Aufklärung und narrative Form

Studien zu den Kalendertexten Johann Peter Hebels

1997,  Internationale Hochschulschriften,  Band 252,  436  Seiten,  E-Book (PDF),  35,90 €,  ISBN 978-3-8309-5565-8

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Zur erzählenden Literatur der deutschen Aufklärung existiert eine kaum überschaubare Fülle von Publikationen, und doch sind die epochenspezifischen Formen der narrativen Mitteilung noch weitgehend unerforscht. Die vorliegende Studie reagiert auf dieses Desiderat, indem sie die Strategien aufklärerischen Erzählens an einer besonders ergiebigen Quelle aufzeigt: den Erzählungen und Aufsätzen, die Johann Peter Hebel für den Badischen Landkalender und den von ihm selbst redigierten Rheinländischen Hausfreund verfaßte.

Die Arbeit beschreibt den Wechselbezug von aufklärerischer Intention und narrativer Form, den die Kalendertexte erkennen lassen, und unternimmt eine wirkungsästhetische Bestimmung von Hebels Erzählstil, die ein neues Verständnis vieler charakteristischer Merkmale seiner Kalenderprosa ermöglicht. Die hierdurch gewonnene kulturhistorische Einordnung von Hebels Werk unterstreicht dessen Bedeutung innerhalb der deutschen Spätaufklärung und wirft zugleich ein Schlaglicht auf die literarische Leistung dieser nach wie vor unterschätzten Epoche.

Pressestimmen

Vorliegende Arbeit, die alle Ziele, die sich selbst steckte, hervorragend realisiert, ist ganz sicher ein Meilenstein der Hebel-Forschung. Sie gibt darüber hinaus wichtige Aufschlüsse über das Weiterwirken der Aufklärung im frühen 19. Jahrhundert.
Aus: Fabula 40 (1999), S.127f.

Die überaus detail- und materialreiche Arbeit ist nicht nur als Beitrag zur H.-Forschung bemerkenswert [...], sondern bereichert darüber hinaus Wissen über die Wechselbezüge von Aufklärung und narrativen Formen insgesamt.
Aus: Germanistik 39 (1998), S.480f.