Inklusion auf Raten

Maren GagFranziska Voges (Editor)

Inklusion auf Raten

Zur Teilhabe von Flüchtlingen an Ausbildung und Arbeit

2014,  Bildung in Umbruchsgesellschaften,  Band 10,  304  pages,  paperback,  39,90 €,  ISBN 978-3-8309-3043-3

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Geduldete Flüchtlinge und Asylsuchende sind nach wie vor vielfältigen Ausgrenzungsmechanismen ausgesetzt, wenngleich europäische Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsmarktbeteiligung, Förderprogramme des Bundes und die Bleiberechtsregelungen neue Perspektiven eingeleitet haben, die sie in integrationspolitische Maßnahmen einbeziehen. In der Debatte über inklusive Konzepte zur (Berufs-)Bildungs- und Integrationspolitik bleibt diese Gruppe der nach Deutschland Zugewanderten meist außen vor. Um zum Diskurs über gesellschaftliche Teilhabegerechtigkeit beizutragen, werden aus der Perspektive der Forschung, Politik und Projektpraxis Chancen und Problemlagen zu verschiedenen Arbeitsfeldern im Kontext der beruflichen Integration von Flüchtlingen thematisiert. Integrationspolitische Bezüge werden unter den Vorzeichen politischer Rahmenbedingungen reflektiert sowie zukunftsweisende Netzwerkstrukturen am Beispiel des Standortes Hamburg illustriert. Der Band richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Wissenschaft, Praxis und Politik im Bereich Bildung, Arbeitsmarkt sowie der Sozialen Arbeit.

press

Die Beiträge in dem Buch betrachten das Thema der Ausbildung und Arbeit von Migranten auf sehr differenzierte Art und Weise. Es werden viele Ebenen der Flüchtlingsarbeit mit einbezogen und vor allem aufeinander bezogen. Erfreulich ist auch, dass in diesem Buch Migranten in ihren vielfältigen Lebenslagen mit deren entsprechenden Herausforderungen und Grenzen gesehen werden und keine Verallgemeinerung stattfindet. Auch die Differenzierung bezüglich der verschiedenen Aufenthaltspapiere ist gut gelungen. Das Buch orientiert sich an der Lebenswelt der Migranten und schafft durch zahlreiche Beispiele im dritten Teil auch immer wieder einen Bezug zu dieser. [...] Ein empfehlenswertes Buch.[...] Die erarbeiteten Verbesserungsvorschläge und Projekte geben den Fachkräften Anregungen für die eigene Arbeit mit Migranten. Sehr gut gelungen ist die Vernetzung der verschiedenen Beteiligten am Integrationsprozess sowie die Darstellung der Sichtweise der Migranten selbst.
Julia Ebhardt auf:socialnet.de

Was den Sammelband auszeichnet, ist zum einen die thematische Vielfalt, mit der er die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen einfängt. Zum Zweiten ist es sein Praxisbezug, der durch ein Fülle an Erfahrungen aus der Arbeit in Hamburg überzeugt und differenzierte konzeptionelle Überlegungen für Forschungsarbeitem zum „Fluchtort“ Hamburg (SCHROEDER) begründet. Der Band [...] gibt Impulse für notwendige Verbesserungen.
Monika Bethscheider in: BiBB, 4/2014

Der Sammelband ist allen Praktikerinnern und Praktiker, Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen (insbesondere Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie) aber auch den Verantwortlichen in Bildungspolitik und beruflicher Bildung wärmstens zu empfehlen. Es wird ein praxisnaher, gleichwohl wissenschaftlich reflektierter und informierter Überblick zu Fragen der Teilhabe von Geflüchteten an Ausbildung und Arbeit eröffnet. Besonders gelungen ist die Integration sehr unterschiedlicher Perspektiven, die für das sehr unübersichtliche Feld von Flucht und Asyl relevant sind. Neben Problemanalysen erhalten die Leserinnen und Leser auch anschauliche und nützliche Einblicke in Best Practice Modelle.
Marc Thielen auf socialnet.de

Das Buch schildert Ausgrenzungsmechanismen und reflektiert Möglichkeiten der Teilhabe. Angesichts der Aufdeckung von Missständen in Flüchtlingsheimen und zunehmender Asylbewerberzahlen ein brandaktuelles, wichtiges, ja notwendiges Buch.
Aus: neue caritas, 18/2014

Schließlich bleibt […] anzumerken, dass es sich insgesamt um ein gelungenes Herausgeberwerk handelt, das wohl hauptsächlich für theoretisch interessierte Praktiker von Bedeutung und Interesse ist. Das Aufzeigen der vielfältigen Exklusionsmechanismen, denen Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland unterworfen sind, und die Hinweise auf mögliche Auswege und Hilfestellungen gegenüber diesen Mechanismen in Hamburg könnten durchaus als Beispiel für ähnliche Projekte und Unternehmungen in anderen Regionen der Bundesrepublik (und auch darüber hinaus) dienen.
Mathias Krammer in: Weiterbildung, 2/2017

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