Soziale Ungleichheiten in Sportverhalten und kulturellem Geschmack

Jan Haut

Soziale Ungleichheiten in Sportverhalten und kulturellem Geschmack

Eine empirische Aktualisierung der Bourdieu’schen Theorie symbolischer Differenzierung

2011,  Edition Global-lokale Sportkultur,  Band 27,  260  pages,  E-Book (PDF),  26,90 €,  ISBN 978-3-8309-7476-5

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Ist Sportaktivität heute allen zugänglich und wird allein gemäß individueller Präferenzen gestaltet? Wenn ja, zeigt sich darin eine allgemeine Auflösung sozialer Ungleichheiten oder ist die (vermeintliche) Integration aller sozialen Gruppen gerade eine Besonderheit des Sports, die ihn von anderen Lebensbereichen unterscheidet?

Das Buch geht diesen Fragen anhand aktueller empirischer Daten nach. Unter Rückgriff auf Pierre Bourdieus Theorie symbolischer Praxis wird untersucht, inwiefern Geschmack und Lebensstil weiterhin durch soziale Position, Alter und Geschlecht geprägt sind. Durch den Vergleich der Differenzierungsmuster in verschiedenen Feldern des Geschmacks kann präzisiert werden, wo soziale Ungleichheiten sich in Auflösung befinden, wo sie stabil bleiben und wie sie speziell den Sport strukturieren. So bietet die Arbeit eine empirische Bestandsaufnahme sozialer Ungleichheiten im Sport – und zugleich Hinweise zur Aktualität der Bourdieu’schen Thesen und Befunde aus den „Feinen Unterschieden“.

author-info

Der Autor studierte Sozialwissenschaften in Gießen und Leicester (GB), anschließend promovierte er zum Dr.phil. an der Universität des Saarlandes. Derzeit lebt er in Frankfurt/Main und arbeitet zu diversen Themen der Sportsoziologie: Neben empirischen Fragen der Sportaktivität widmet er sich der Bedeutung des Sports in klassischen Sozialtheorien, insbesondere bei Bourdieu, Elias und Adorno.