Bildungsprozesse im MINT-Bereich

Claudia Quaiser-PohlMartina Endepohls-Ulpe (Editor)

Bildungsprozesse im MINT-Bereich

Interesse, Partizipation und Leistungen von Mädchen und Jungen

2010,  188  pages,  paperback,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2302-2

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Das Thema Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) ist in den letzten Jahren in den Medien sehr präsent, allerdings nicht, weil die Bildungsprozesse besonders effektiv sind. Im Gegenteil, in Schulleistungsstudien wie TIMSS und PISA schneiden deutsche Schülerinnen und Schüler in diesen Bereichen eher schlecht ab. Ausbildungs- und Studiengänge in den genannten Fächern erfreuen sich keiner großen Beliebtheit und werden zu wenig nachgefragt, wenn man den tatsächlichen Bedarf an Fachkräften zugrunde legt.

Erschwert wird die Situation dadurch, dass sich in Zusammenhang mit Bildungsprozessen im MINT-Bereich erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen, obwohl kaum Belege für biologische Ursachen dafür vorliegen. Außerdem gibt es eine ausgeprägte geschlechterstereotypisierte Wahl von Schulfächern, Ausbildungs- und Studiengängen: Mädchen meiden oft den MINT-Bereich, was eine entsprechende horizontale Segregation auf dem Arbeitsmarkt zur Folge hat.

Dieses Buch analysiert die soziokulturellen Rahmenbedingungen des Problems und gibt einen Einblick in Möglichkeiten und Wege, ihm entgegenzuwirken, wie z.B. mit Förderprogrammen für Vorschulkinder, mit Mentoring-Programmen für Schülerinnen und durch die Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen in den MINT-Fächern.

press

Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) schneidet in Deutschland – das haben die internationalen Schulleistungsvergleichsstudien wie PISA und TIMSS belegt – vergleichsweise schlecht ab. Außerdem gibt es eine geschlechterspezifische Differenz; Mädchen meiden oft den MINT-Bereich. Das alles führt auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland zu einer Mangelsituation an qualifizierten Fachkräften in diesem Sektor. [...] Dieses Buch bemüht sich um eine Beantwortung dieser Fragestellung.
Dieter Bach auf: lehrerbibliothek.de