Mathematik in der Familie

Kerstin Tiedemann

Mathematik in der Familie

Zur familialen Unterstützung früher mathematischer Lernprozesse in Vorlese- und Spielsituationen

2012,  Empirische Studien zur Didaktik der Mathematik,  Band 13,  252  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2677-1

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Die Familie rückt als ein Ort früher mathematischer Lernprozesse in zunehmendem Maße in den Blick von Politik, Forschung und Gesellschaft. Denn das Lernen von Mathematik ist keinesfalls auf institutionelle Kontexte wie die Kindertagesstätte oder die Grundschule beschränkt, sondern findet ebenso in der Familie statt und wird dort auf besondere Weise geprägt.

In dieser Arbeit werden Vorlese- und Spielsituationen untersucht, in denen Vorschulkinder und ihre Mütter auch mathematische Themen verfolgen. Mit Mitteln der Interpretativen Forschung analysiert die Autorin, wie in solchen Diskursen mathematische Lernprozesse unterstützt werden, und fragt, worauf die Unterstützung ausgerichtet ist, welche Vorstellungen vom Mathematiklernen dabei sichtbar werden und wie die Mathematik mit der Unterstützung in den Alltag eingebunden wird. So wird ein Begriffsnetz entwickelt, mit dem (nicht nur) die Unterstützung in mathematischen Mutter-Kind-Diskursen beschrieben, hinterfragt und diskutiert werden kann.

Autoreninfo

Dr. Kerstin Tiedemann ist seit August 2011 Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Siegen. Ihr Studium für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen beendete sie 2007 an der Universität Lüneburg. Im Jahr 2008 wurde sie dann Promotionsstipendiatin an der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo im Bereich der Mathematikdidaktik ihre Dissertation entstand.

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