Tobias C. Stubbe

Bildungsentscheidungen und sekundäre Herkunftseffekte

Soziale Disparitäten bei Hamburger Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I

2009,  Empirische Erziehungswissenschaft,  Band 14,  208  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-2145-5

zurück zur Übersicht

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Bildungsentscheidungen in den ersten beiden Jahren der Sekundarstufe I an Hamburger Schulen. Es wird untersucht, welcher Zusammenhang zwischen den Hintergrundmerkmalen der Schülerinnen und Schüler – insbesondere deren sozialer Herkunft – und der Wahl einer bestimmten Schulform bzw. dem Wechsel der besuchten Schulform besteht.

Die empirischen Analysen machen deutlich, dass soziale Disparitäten, die für den Grundschulübergang nachgewiesen wurden, durch nachträgliche Korrekturen der Schullaufbahn (z. B. Abgang vom Gymnasium) noch verstärkt werden.

Diese herkunftsspezifischen Differenzen im Entscheidungsverhalten der Schülerfamilien (sekundäre Herkunftseffekte) lassen sich mit Hilfe der Rational-Choice-Theorie durch unterschiedliche Einschätzungen des Nettonutzens der verschiedenen Bildungsgänge erklären.

Autoreninfo

Tobias C. Stubbe, geb. 1975, Studium der Soziologie, Erziehungswissenschaft, Ethnologie und Philosophie an der Universität Hamburg, 2004 Diplom-Soziologe. Von 2004 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und von 2005 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund. 2009 Promotion und 2011 Habilitation an der TU Dortmund. 2012 bis 2013 Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Erfurt und seit 2013 Professor für Schulpädagogik / Empirirsche Schulforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Arbeitsschwerpunkte: Quantitative Forschungsmethoden / Statistik, Large-Scale-Assessments, Soziale Disparitäten im Bildungssystem, Soziale Netzwerke in Schulklassen.