Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen

Margret Bülow-Schramm

Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen

2006,  Studienreihe Bildungs- und Wissenschaftsmanagement,  Band 6,  154  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-1752-6

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Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen ist seit Mitte der 90er Jahre eine Kernaufgabe von Bildungseinrichtungen. Finanzmittelknappheit, Standortsicherung und internationaler Wettbewerb sind die Schlagworte, die mit diesem Prozess verknüpft werden.

In diesem Buch geht es darum, die Aufgaben von Qualitätsmanagement sowohl anwendungsnah wie umfassend zu analysieren.

Die Qualität der Angebote der verschiedenen Bildungseinrichtungen bei gleich bleibendem oder sogar sinkendem Etat zu erhöhen ist eine der zentralen Aufgaben des Qualitätsmanagements. Die optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen, der physikalischen Gegebenheiten und der Infrastruktur zur bestmöglichen Versorgung der Region mit Bildungsangeboten ist eine weitere. Und schließlich ist das Messen an anderen Anbietern, das Herausstellen der eigenen Stärken und der Nachweis der Fähigkeit, weltweit konkurrieren zu können ein drittes Feld.

In allen Bereichen ist eine Hinwendung zu ganzheitlichen Konzepten zu beobachten, die hierarchische Qualitätskontrollen ablösen sollen. Der Aufbau und die Inhalte der verschiedenen Qualitätssicherungskonzepte, die Frage ihrer Angemessenheit an die Erfordernisse des Bildungssektors sind Gegenstand der Reflexion. Die behandelten Bildungseinrichtungen reichen vom Kindergarten bis zur Weiterbildung mit jeweils differenten Zielen und Instrumenten. Ihre Analyse, ihr neuester Stand und ihre Handhabung stehen im Mittelpunkt des Buches, um so den Führungskräften und den Machern in Bildungseinrichtungen einen professionellen und kritischen Umgang mit Qualitätsmanagement zu ermöglichen.

Der europäischen Dimension von Qualitätsmanagement wird insbesondere im Hochschulbereich Rechnung getragen, der dabei ist, sich als Vorreiter einer europäischen Gestaltung von Qualitätsmanagement zu profilieren.

Autoreninfo

Professorin Dr. habil. für Hochschuldidaktik i. R. an der Universität Hamburg – Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Hochschulforschung. Zahlreiche Veröffentlichungen und Leitung von Forschungsprojekten auf den Gebieten Qualitätsmodelle für Lehre und Studium, Hochschul- insbes. Studierendenforschung, Studiengangs- und Organisationsentwicklung und Gleichstellung. Forschungsprojekte u.a.: Empirische Untersuchung der Berufsverläufe von Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlern (gefördert von der DFG 1982–1987), Qualitativempirische Untersuchung der Lebenswelten Studierender – Bedeutung von Studienphase und Hochschule heute (QUEST) (gefördert von der DFG 2001–2003), Untersuchung von Studienerfolg und Studienverlauf in Bachelorstudiengängen (USuS) (gefördert vom BMBF 2008–2012). Vielfältige Gutachter- und Beiratstätigkeiten, Kooperation mit chinesischen Hochschullehrkräften zum Aufbau hochschuldidaktischer- und forscherischer Expertise seit 2007.

Pressestimmen

Das Thema Qualitätsentwicklung im Schul- und Bildungsbereich hat Konjunktur, – umso bedeutender ist eine seriöse Auseinandersetzung mit dem komplexen Sachverhalt, wie sie in dieser Darstellung umfassend geboten wird, um nicht auf vorschnelle und populistische Forderungen hereinzufallen.
Oliver Neumann auf: www.lehrerbibliothek.de.

Der Bogen, den die Autorin in ihrem Buch schlägt, ist groß, der Komplexität des Themenfeldes aber absolut angemessen. Die Leser/-innen erhalten einen differenzierten Einblick in die unterschiedlichen Facetten der Qualitätsdiskussion im Bildungsbereich, werden aber auch für die unterschiedlichen Interessenlagen, die in diese Diskussion hineingetragen werden, sensibilisiert. Dazu tragen nicht zuletzt die am Ende eines jeden Kapitels stehenden Reflexionsfragen bei. Fazit: Alles in allem eröffnet das Buch nicht nur "Einsteigern" den Zugang zur Qualitätsthematik, auch "Fortgeschrittene"sind mit der Lektüre gut beraten.
Margit Ebbinghaus in: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 3. 2008.

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