Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit in der Schule

Herausgeber:innen: Marianne Krüger-PotratzIngrid GogolinKatja Scharenberg

Kurzlink : https://www.waxmann.com/ausgabeAUG100512
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2024.02

Lebensweltliche Mehrsprachigkeit ist historisch wie aktuell, national wie international, der Regelfall. Einsprachigkeit – nach dem Muster „ein Land, eine Sprache“ – ist eine Folge der europäischen Nationalstaatenbildung, die einherging mit der Ausgrenzung der Dialekte, der autochthonen Minderheitensprachen und der Unterscheidung zwischen der „eigenen einen“ Landessprache und den Sprachen anderer Länder als Fremdsprachen. Zu Durchsetzung der Idee von „Einsprachigkeit als Normalfall“ bei gleichzeitiger Problematisierung sprachlicher Diversität hat die (Volks-)Schule einen wichtigen Beitrag geleistet. Seit längerem setzt sich die Forschung zu sprachlicher Bildung mit der Frage auseinander, wie die Schule – pragmatisch, produktiv und nachhaltig – auf sprachliche Diversität als Normalfall reagieren kann. Mit Heft 2 wird ein Ausschnitt aus der aktuellen Forschung geboten. Gefragt wird nach den Auswirkungen familialer Mehrsprachigkeit auf die persönliche, schulische und leistungsbezogene Entwicklung der Kinder. Nachgegangen wird ebenso der Frage, welche Möglichkeiten mehrsprachig aufwachsende Jugendliche haben, ihre vorhandenen sprachlichen Ressourcen und Metakompetenzen für den Erwerb des Deutschen, den Unterricht in der Herkunftssprache und den schulischen Fremdsprachenunterricht einzusetzen. Lesen und Schreiben sind Schlüsselkompetenzen für Bildungserfolg, die jüngste, 2023 veröffentliche PISA-Studie zeigt dies erneut. Wie aber kann man sicherstellen, dass lebensweltlich einsprachig wie mehrsprachig aufwachsende Schüler*innen Schreibfähigkeit entwickeln? Zu den Herausforderungen gehört auch, ob und wie zukünftige Lehrkräfte sich im Studium mit diesen Veränderungen ihres Arbeitsfeldes als eine zentrale Herausforderung für Schulentwicklung auseinandersetzen können.

Editorial zum Schwerpunktthema: Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit – eine Herausforderung für die Schule
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Die Entwicklung von Schreibfähigkeit in mehreren Sprachen im Verlauf der Sekundarstufe – eine sprachpragmatische Sicht
Irina UsanovaBirger Schnoor
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Hauptsache Literacy – egal in welcher Sprache?
Christoph Gantefort
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Prinzipien einer ressourcenorientierten Didaktik für den schulischen Herkunfts- und Fremdsprachenunterricht
Grit Mehlhorn
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Gut vorbereitet auf den Umgang mit sprachlicher Diversität im Unterricht?
Hanne BrandtKimberly Naboa MenzelAstrid NeumannSwantje Weinhold
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Das Projekt Kooperativ, kompetent, motiviert Schreiben
Vera BusseSina SchürerStefanie van Ophuysen
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Physikunterricht im Kontext sprachlicher Diversität (PhyDiv)
Hanne BrandtJule BöhmerIngrid GogolinDietmar HötteckeRebecca MöllerRegina Schauer
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Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit in der Schule: eine Begriffskritik
Jana GamperJudith PurkarthoferChristoph Schroeder
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Dimensionen der Prozessqualität von Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte
Daniela RzejakAlexander GröschnerFrank LipowskyDirk RichterElisa Calcagni
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