Gašper Cankar

Steuerung des Übergangs zu höherer Bildung und geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Leistung und Schulnoten

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102867

freier Download

Abstract

Der Beitrag untersucht die Leistungen von Jungen und Mädchen in zentralen Prüfungen zu Beginn der Sekundarstufe II und der Hochschulbildung in Slowenien. Bei den Übergängen handelt es sich um kritische Zeitpunkte in der Bildungskarriere von Schülerinnen und Schülern, zu welchen sie eine Schulform bzw. Universität wählen müssen. Da beide Übergänge zentral durch zuständige Behörden gesteuert werden, stellt dies ein Feld der Educational Governance dar. In erster Linie sollen Bildungsübergänge Gerechtigkeit in den Selektionsprozessen gewährleisten. Am Übergang zur Sekundarstufe II werden – differenziert nach Geschlecht – Unterschiede zwischen den durch das National Assessment of Knowledge (NA) getesteten Leistungen von Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Schulfächern einerseits und deren Schulnoten andererseits untersucht. Da allein die Schulnoten als Zugangskriterium zur Sekundarstufe II dienen, kann der Vergleich zwischen Schulnoten und zentralen, objektiveren Leistungsmessungen mögliche Verzerrungen aufzeigen. Die Zugangsvoraussetzung zur Hochschulbildung ergibt sich in Slowenien üblicherweise aus den Ergebnissen der (zentralen) Abschlussprüfung und den Schulnoten der letzten zwei Jahre der Sekundarstufe II. Der Autor vergleicht die Effekte dieser beiden meisteingesetzten Schulleistungsmessungen auf die Zulassung im Hinblick auf Geschlechterunter schiede. Studiengänge, für die Auswahlverfahren stattfinden, sind von besonderem Interesse, weil sie Hinweise auf (Un-)Gerechtigkeit liefern können. Die Ergebnisse deuten auf Verzerrungen hin und liefern Hinweise für die Verbesserung der Steuerung im Bildungssystem.

Schlagworte
Hochschulreife; Geschlechterunterschiede; Zentrale Prüfungen; Leistungsergebnisse, Verzerrungseffekte