Antti-Tuomas PulkkaMarkku Niemivirta

Zusammenhänge zwischen Zielorientierungen, selbstdefinierten kursbezogenen Zielen und Bewertungen sowie der Leistung von Studierenden

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Abstract

In dieser Studie wurde der Zusammenhang zwischen den Zielorientierungen und den selbstberichteten kursspezifischen Zielen von 88 Studierenden der Finnish National Defense University untersucht. Darüber hinaus wurde deren Zusammenspiel zur Prädiktion der subjektiven Bewertung der Lernumgebung und der Leistung der Studierenden innerhalb des Kurses überprüft. Auf Basis von Zielorientierungsprofilen wurden vier Gruppen von Studierenden identifiziert, die sich hinsichtlich nahezu aller Aspekte zur Bewertung der Lernumgebung unterschieden: Lernzielorientierte sowie leistungszielorientierte Studierende zeigten die positivsten Bewertungen im Vergleich zu den vermeidungsorientierten Studierenden. Geringere Unterschiede zeigten sich auch in den Prüfungsergebnissen, wobei die Leistungszielorientierten die höchste Punktezahl erreichten. Die freien Antworten der Studierenden bezogen sich meist auf intrinsische Lernziele sowie Ziele, die sich auf den Erwerb von Qualifikationen für die berufliche Karriere beziehen. Die Zielprofile wiesen nur einen schwachen Zusammenhang mit den freien Antworten auf: Vermeidungsorientierte Studierende berichteten intrinsische Lernziele seltener, während Leistungszielorientierte intrinsische Lernziele marginal häufiger berichteten als rein zufällig zu erwarten wäre. Intrinsische als auch extrinsische Ziele korrelierten mit höheren Kursbewertungen, wohingegen Arbeitsvermeidungsziele mit niedrigeren Bewertungen einhergingen. Die Zusammenhänge zwischen Motivation, Leistung und der subjektiven Bewertung von Lernen und Unterricht werden diskutiert.

Schlagworte
Motivation; Zielorientierung; Lernumgebung