Heinrich MintropNina BremmChristiane Kose

Designbasierte Schulentwicklung im deutschen Kontext

Erste Erfahrungen eines Pilotprojekts im Land Berlin

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART105099
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2022.04.06

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Abstract

Probleme im Bildungssystem sind oft mals sehr komplex und unstrukturiert, sodass sich für die Handelnden der Eindruck aufdrängt, dass „alles mit allem zusammenhängt“. Zudem werden viele Bedingungsfaktoren, die als ursächlich für das Problem angesehen werden, außerhalb der Kontrolle der Handelnden verortet. Die Methode der designbasierten Schulentwicklung (DBSE) trägt dieser Situation Rechnung. Sie beginnt mit der Diagnose gemeinsamer Dringlichkeiten oder Leidenschaften innerhalb eines Teams oder einer Organisationseinheit. Darauf folgt die Defi nition eines konkreten praktischen Problems. Die Ausgangslage, Ziele oder gewünschte Zustände werden festgelegt. Kausale Faktoren für problematische Verhaltensweisen, Überzeugungen oder Einstellungen werden analysiert und Stärken und Kapazitäten der Organisationseinheit sichtbar gemacht. Daran anschließend werden konkrete Aktivitäten geplant, die die gewünschte Veränderung vorantreiben sollen. Der Nachweis der Wirkung, die durch einfach handhabbare praktische Messgrößen festgestellt wird, macht Erfolge sichtbar und zeigt die Richtung für die nächsten Versuchsschleifen oder Iterationen auf. So wird kollektive und individuelle Selbstwirksamkeit erlebbar. Dieser logisch einfache Prozess wird durch Fallbeispiele, Tools und Artefakte strukturiert, die den Handelnden helfen, auch bei komplexen Problemstellungen den Überblick zu behalten.

Schlagworte
Problemlösen, Improvement Science, kollektive Lernprozesse in Organisationen, Organisationsentwicklung, Schulentwicklung, Pilotprojekt, Berlin