William R. PenuelErin Marie FurtakCaitlin Farrell

Wissenschaft-Praxis-Partnerschaften im Bildungsbereich: Die Förderung einer evolutionären Logik zur Systemverbesserung

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104370
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2021.01.05

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Abstract

In den vergangenen Jahrzehnten haben Forscher*innen zahlreiche innovative Vorschläge gemacht, wie die Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis am besten zu überbrücken sei. Ein relativ neuer Ansatz zielt auf die Bildung von Wissenschaft -Praxis-Partnerschaften (RPPs), d. h. auf eine langfristige Zusammenarbeit, die unter Verwendung von Forschungsergebnissen zur Verbesserung und Veränderung des Bildungssystems beitragen soll; solche Partnerschaften werden ganz bewusst eingegangen, um unterschiedliche Formen von Expertise zusammenzubringen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten ein Mitspracherecht haben. In diesem Beitrag wird die Vorstellung erläutert, dass RPPs das Potenzial besitzen, zu nachhaltigen Veränderungen beizutragen, wenn es ihnen gelingt, das wechselseitige Voneinander-Lernen zu unterstützen und die Schulpraxis permanent den turbulenten Rahmenbedingungen anzupassen. Zur Veranschaulichung wird die Entwicklung eines RPP in Colorado (U.S.A.) beschrieben: von einer relativ kleinen Gruppe von Vertreter*innen der Universität und des Schulbezirks, die sich einer bestimmten Forschungsfrage widmete, zu einer gut funktionierenden „Unternehmung“, die verschiedenste Forscher*innen und Pädagog*innen bei der Bearbeitung zahlreicher Anliegen zusammenbringt, um den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern im Schulbezirk zu verbessern.

Schlagworte
Wissenschaft-Praxis-Partnerschaften, institutionelle Logik, Evolution, Lernen, Bildungssystemwandel