Oakleigh Welply

Global imaginaries: re-thinking possibilities for GCE

Shortlink: https://www.waxmann.com/artikelART103963
.doi: https://doi.org/10.31244/zep.2019.04.05

free download

Abstract

Global Citizenship Education (GCE) wird oft als die beste Antwort auf die heutigen globalen humanitären, sozialen und politischen Herausforderungen gesehen. Doch trotz dieser neu gewonnenen Popularität bleibt GCE ein umstrittenes und breit diskutiertes Konzept. Kritiker haben die abstrakte und schwer fassbare Bedeutung des Begriffs betont, das Fehlen eines konkreten rechtlichen Rahmens sowie die Vorliebe für eine westliche, neoliberale und konsumorientierte Agenda, die nicht frei von kolonialen Akzenten ist. Der vorliegende Beitrag versucht, diese letztere Spannung zu thematisieren: GCE wird vor dem Hintergrund der globalen Imaginationen untersucht, die − als eine neue soziale Praxis betrachtet − in der Lage ist, Transformation und Veränderung zu erzeugen. Aufbauend auf der Arbeit von Paul Ricoeur − insbesondere den Ideen von Utopie, Imagination und sozialen Imaginären − zielt dieser Beitrag darauf ab, neue Konzeptualisierungen von GCE um den Begriff des globalen Imaginären herum anzubieten: Dabei wird der Versuch unternommen, Dichotomien zu überwinden, die dem Konzept zugrundeliegen.

Keywords
Global Citizenship Education, Ricoeur, globale Imaginationen