EAZ – Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift


verfügbar bis Jahrgang 56

Ausgabe

53. Volume, 1/2/2012

»Das ergab aber ein so buntes und wenig eindrucksvolles Bild«. Zu den Anfängen der archäologischen Kartographie in Deutschland (1870–1914)

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Author(s)

Susanne Grunwald

Abstract

Karten und insbesondere Verbreitungskarten gelten in der modernen Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie als eine eigenständige Quellengattung und gehören inzwischen zu den ›kommunikativen Selbstverständlichkeiten‹ des Faches. Sie leisten derart überzeugend und machtvoll Bestandsaufnahmen und Ergebnispräsentationen, dass darüber ihre instrumentellen Voraussetzungen, ihre Prozeduren und Verfahrensbedingungen kaum mehr hinterfragt werden. Sie gilt es aber zu reflektieren, denn sie sind der tradierte Rahmen, in dem archäologische Funde und Befunde zu verschiedenen Zeichen auf Karten transformiert werden, um Ordnung in die Dinge zu bringen. Eine Möglichkeit der Annäherung an die Entstehungsbedingungen archäologischer Karten bietet die historiographische Perspektive. Im vorliegenden Beitrag wird zurückgeblickt auf die Anfänge der archäologischen Kartographie im ausgehenden 19. Jh., wie sie zwischen den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte verhandelt wurden. Die überlieferten Diskussionen und Arbeitsberichte zeigen, wie das Kartieren die Perspektive auf die archäologischen Phänomene veränderte.
Schlüsselwörter: Wissenschaftsgeschichte, Kartographiegeschichte, Geschichte der thematischen Kartographie

Maps and especially thematic maps are considered as a particular type of source in the modern Pre- and Protohistoric Archaeology and belong to the matters of course in communication of this science. With the help of maps the presentation of results and regional surveys are achieved so convincingly and powerful, that their requirements, procedures and process conditions are rarely questioned. However, these questions have to be reflected because they are the traditional approach which is used to transform archaeological findings into different signs on maps in order to sort things. The historiography of sciences offers one way to understand the formation conditions of archaeological mapping. The present paper tries to look back to the beginnings of archaeological cartography in the late 19th century and see how this matter was negotiated with the members of the German Society of Anthropology, Ethnology and Prehistory. The historically documented discussions and work reports show how mapping changed the perspective on archaeological phenomena.
Keywords: History of Science, History of Cartography, History of Thematic Mapping


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