Ausgabe

5. Volume, 2/2006

Evaluation von Mehrebenen-Netzwerkstrategien

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Author(s)

Thomas Widmer Kathrin Frey

Abstract

Die Ausgestaltung staatlicher oder staatlich delegierter Programme als sogenannte Mehrebenen-Netzwerkstrategien ist eine neuere Entwicklung. Da die komplexen Wirkungszusammenhänge und Effekte solcher Strategien nicht offensichtlich sind, sondern vertiefte empirische Abklärungen und Analysen bedürfen, ergibt sich ein hoher Bedarf nach Evaluation. Für die Evaluation haben sowohl der Mehrebenen- als auch der Netzwerkcharakter wesentliche Konsequenzen, welche die analytische Fassung einer Evaluation wie auch deren Ausrichtung massgeblich tangieren. Im vorliegenden Beitrag befassen wir uns zuerst mit den Herausforderungen der Mehrebenenstruktur und zeigen auf, dass die Evaluationsfunktionalität als ebenenabhängig zu betrachten ist und die Wirkungsstufen immer einer Strukturebene zugeordnet werden müssen. Anschließend legen wir zentrale Problemfelder eines Netzwerkes als Evaluationsgegenstand offen und regen an, bei der Konzeption einer Evaluation von einem erweiterten Mehrwertsverständnis auszugehen. Auf der Grundlage dieser Problemanalyse diskutieren wir auf konzeptioneller Ebene zwei Lösungsperspektiven: Die fraktionalisierende Perspektive ausgehend von der gesamten Mehrebenen-Netzwerkstrategie und die kompositorische Perspektive, die sich an den einzelnen Elementen der Strategie orientiert. Der Artikel liefert damit einen Diskussionsbeitrag zur konzeptionellen Gestaltung des Evaluationsdesigns von Mehrebenen-Netzwerkstrategien.


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