Audiowelten

Benjamin BurkhartLaura NieblingAlan van KeekenChristofer JostMartin Pfleiderer (Editor)

Audiowelten

Technologie und Medien in der populären Musik nach 1945 – 22 Objektstudien

2021,  Populäre Kultur und Musik,  Band 34,  584  pages,  hardcover,  59,90 €,  ISBN 978-3-8309-4438-6

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Technologien und Medien haben die Entwicklung der populären Musik im 20. und 21. Jahrhundert maßgeblich geprägt. Durch Verfahren der Klangproduktion, -speicherung und -wiedergabe wurden die Möglichkeiten des Herstellens, Vermittelns und Erlebens von Musik stark erweitert und transformiert. Die in „Audiowelten“ versammelten 22 Objektstudien nähern sich diesen technologischen, medialen und musikkulturellen Veränderungen durch detaillierte Beschreibungen von konkreten Einzelobjekten sowie ihren Entstehungs- und Nutzungskontexten – von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart.

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Es ist ein Verdienst dieses Bandes, den objekt- und themenbedingten Überschneidungen eine Ordnung zu geben und zugleich die Spannbreite einer kulturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Perspektive auszuleuchten. [...] Durch eine Einbettung von Gebrauchskontexten und ihres jeweiligen kulturellen „Settings“ wird nicht nur deutlich, wie stark alltagskulturelle Erfahrungen mit den technischen Ausstattungen ihrer Zeit zusammenhängen, sondern es wird auch die kulturelle Dimension der Zeitgeschichte herausgearbeitet, die nicht zuletzt durch korrespondierende Beispiele aus Ost- und Westdeutschland verdeutlicht wird.
Andreas Ludwig, in: H-Soz-Kult, Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften

Hervorzuheben ist, dass der Band überaus großzügig farbig illustriert ist, was den Zugang und den Nachvollzug im Detail sehr angenehm macht. Die notwendigen technischen Ausführungen bleiben auch für den ineressierten Laien verständlich. Jeder einzelne Beitrag ist für sich lesenswert und es gibt kaum Redundanzen in der Gesamtschau, was bei der Fülle der Analysen eine ausgesprochen gute redaktionelle Arbeit vermuten lässt. Ebenso befinden sich die Nachweise der zitierten Literatur wie auch der Quellen und Patente am Ende eines jeden Einzelbeitrags, so dass hier auch pointiert nach- und weitergelesen werden kann. Der in den letzten Jahren anwachsenden Zahl an Publikationen zu Artefakten der Populärkultur wird mit dem vorliegenden Band insoweit Rechnung getragen, als dass sie in den Analysen berücksichtigt werden, darüber hinaus aber deutlich wird, dass es für ein Verständnis von Musik, Medien und populärer Kultur notwendigerweise einen integralen Ansatz braucht. Zudern zeigt sich in dieser Publikation auf bemerkenswerte Weise die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und musealer Bestands- beziehungsweise Archivarbeit. Damit ist ein solides Fundament für weiterführende Analysen gelegt, denn die Herausgeber Christofer Jost und Martin Pflei derer betonen eingangs den für diesen Band notwendigen „Mut zur Lücke".
Thomas Wilke,in: Rundfunk und Geschichte, Nr. 3, 4/2022, 48. Jahrgang, S.126-129