Die Kunst präsent zu sein

Harald Erik Tichy

Die Kunst präsent zu sein

Carl Rogers und das frühbuddhistische Verständnis von Meditation

2018,  Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur,  Band 22,  294  pages,  paperback,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3827-9

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Wenige Monate vor seinem Tod überraschte Carl Rogers mit der Frage, ob er nicht vielleicht das Wichtigste beim Konzeptualisieren der drei Therapeuteneinstellungen Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Kongruenz übersehen hätte, nämlich wirklich präsent zu sein. Über Rogers’ Erfahrung der Präsenz ist schon viel geschrieben worden. Doch wurde noch keine Theorie vorgelegt, wie es Rogers möglich war, in diese Präsenz im Sinne eines heilsamen veränderten Bewusstseinszustands zu gelangen. In einem experimentalhermeneutischen Dialog mit Buddhas Lehrreden im Pāli-Kanon entwickelt Harald Erik Tichy hier erstmals eine Erklärung dafür, wie das Entstehen dieser herausragenden Erfahrung rekonstruiert werden kann.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse geben Aufschluss darüber, wie es Therapeutinnen und Therapeuten leichter gelingen kann, achtsam zu sein. Sie eröffnen einen ganz neuen Blick auf die Entstehungsgeschichte von Rogers’ Psychotherapietheorie und sie erlauben erste Ansätze für eine Theorie der Meditation im personzentrierten Ansatz. Diese ist eine völlige Neufundierung der Achtsamkeitsmeditation in der Psychotherapie. Als praktische Konsequenz wird ein Curriculum angeboten, wie Achtsamkeitsmeditation in die Psychotherapeutenausbildung integriert werden könnte.

Ein Video von der Buchpräsentation am 28.02.2019 der SFU Wien können Sie auf Youtube anschauen.

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Doch das völlig Neue an Tichys Arbeit ist, dass sie erstmals eine fundierte Erklärung anbietet, wie das Entstehen dieser „spirituell“ anmutenden Erfahrungen rekonstruiert werden kann.
Martin Tauss, in: Die Furche (28.02.2019).

Die Bedeutung von Tichys Überlegungen geht weit über den Bereich der Psychotherapieforschung hinaus. Denn hier wird im Prinzip die ganze Theorie der achtsamkeitsbasierten Therapieformen auf ein neues Fundament gestellt.
Martin Tauss, in: Ärzte Woche, 44/2018 (02.11.2018)


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