Von Häusern und Menschen

Christiane Cantauw (Editor)

Von Häusern und Menschen

Berichte und Reportagen vom Bauen und Wohnen in den 1950er Jahren bis heute

Mit einem Bautagebuch von Rosemarie Krieger

2017,  Rückblick,  Band 9,  416  pages,  paperback,  mit zahlreichen, farbigen Abbildungen,  39,90 €,  ISBN 978-3-8309-3686-2

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Im Gefüge des Wirtschaftswachstums nach dem Zweiten Weltkrieg wurden das eigene Haus sowie der eigene Pkw in der Wohnungsbau- und Sozialpolitik der Bundesrepublik massiv staatlich gefördert. Erstmals seit der Entstehung der Wohnungsfrage zur Zeit der Industrialisierung war damit ein eigenes, freistehendes Haus nicht für alle, aber für viele Menschen eine realistische Möglichkeit geworden – allerdings eine Möglichkeit, die große persönliche Leistungen wie Sparen, Verzicht, Muskelkraft erforderte.
Von solchen Erfahrungen, die zwei Nachkriegsgenerationen prägten, handeln die Berichte und Reportagen in diesem Buch: von den Wegen und Umwegen bei der Realisierung des Traumhauses, von erschütternden Konfrontationen mit lokaler Geschichte, die in einem Haus eingelagert sein kann, von gegenseitiger Unterstützung und unerwarteten Hindernissen.
Das faksimilierte Bautagebuch einer Bauherrin bietet einen prägnanten Einblick in die Entstehung eines ersehnten Hauses, aber auch in die damit verknüpfte Geschichte mehrerer Ehen und Familien.

Aktuell steht die Wohnungsfrage wieder ganz oben auf der Tagesordnung der Kommunen, die nach neuen baulichen Lösungen für das Wohnen im demographischen Wandel suchen. Dieses Buch ist deshalb nicht nur als alltagshistorische Dokumentation persönlicher Erinnerungen relevant, sondern es bietet auch Einblicke in die individuellen Sinngebungen und Hoffnungen, die mit dem Bauen und Wohnen auch deshalb verknüpft werden konnten, weil sie lange Jahre politisch gefördert wurden. Zugleich zeigen die Berichte und Reportagen aber auch die Vielfalt der Lebensweisen und Wohnformen, die sich in einem Haus verbergen können.

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Insgesamt liefert das Buch eine in ihrer formalen und inhaltlichen Bandbreite überzeugende Quellensammlung. Es ist daher allen zu empfehlen, die sich mit den Themen Haus und Wohnen sowie mit alltäglichen Biografien befassen. Daneben bietet es auch eine angenehme, manchmal bewegende, hier und da sogar amüsante Lektüre.
Markus Rodenberg, in:

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Obrigkeitliche Einflussnahme auf das Bauen und Wohnen in Nordwestdeutschland (14. bis 20. Jh.)

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Hausforschung als Sozialgeschichte

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