„Keiner kann anders, als er ist: Deshalb müssen wir freier werden“

Katharina Ohana

„Keiner kann anders, als er ist: Deshalb müssen wir freier werden“

Willensfreiheit zwischen Wiederholungszwang und neurobiologischem Determinismus

2016,  Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur,  Band 13,  204  pages,  paperback,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-3364-9

back to overview

Wie können wir sinnvoll Willensfreiheit definieren? Der alte Leib-Seele-Dualismus krankt an wissenschaftshistorischen Denkfehlern. Wir sind weder biochemische Körpermaschinen noch haben wir einen transzendentalen Geist. Die Doppelperspektive des Menschen auf sich selbst – als Körper und als Selbst – ist vielmehr evolutionär-biologisch bedingt: Die Entwicklung unserer neuronalen Strukturen erfolgt durch die emotionalen Erfahrungen unseres heranreifenden Selbsts im sozialen Umfeld als Anpassungsstrategie. Über narzisstisch-gewertete Erinnerungen (bewusste und unbewusste) entstehen unsere Persönlichkeit, Weltsicht und (wissenschaftliche) Wahrheit.

Die frühkindliche Bindungsforschung schafft eine sinnvolle lebensweltliche Basis des menschlichen Willens als psychosomatischer Überlebenswille im Sinne von „Ich will besser überleben in meiner Gruppe“. Sie schafft damit eine Brücke zwischen aktueller Hirnforschung (Panksepp, Damasio), moderner Psychoanalyse und Therapieforschung. Und: Unsere persönlichen Strategien zum „besseren Überleben“ lassen sich gezielt modifizieren.

You might also be interested in:

„Wo Ich war, soll Gemeinschaft werden“

Roland Wölfle

„Wo Ich war, soll Gemeinschaft werden“

Gruppenpsychotherapie und Therapeutische Gemeinschaften in der Individualpsychologie

Wie bewältigt man das Unfassbare?

Bernd Rieken (Editor)

Wie bewältigt man das Unfassbare?

Interdisziplinäre Zugänge am Beispiel der Lawinenkatastrophe von Galtür

Von den Teilen zum Ganzen

Brigitte Sindelar

Von den Teilen zum Ganzen

Theorie und Empirie einer integrativen psychologischen und psychotherapeutischen Entwicklungsforschung