Unterrichtsqualität und fachdidaktische Forschung

Karl-Oswald BauerNiels Logemann (Editor)

Unterrichtsqualität und fachdidaktische Forschung

Modelle und Instrumente zur Messung fachspezifischer Lernbedingungen und Kompetenzen

2011,  268  pages,  paperback,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-2502-6

back to overview

Der Lernerfolg, die Motivation, das Selbstkonzept und die Identität von Schülern werden von keiner kontrollierbaren proximalen Bedingung so stark beeinflusst wie von der Unterrichtsqualität. Faktoren wie Intelligenz, soziale Herkunft und Geschlecht mögen ein größeres Gewicht haben. Da sie jedoch nicht oder kaum beeinflussbar sind, steht die Unterrichtsqualität für eine praxisnahe Bildungsforschung auf dem ersten Platz.

Unterrichtsqualität ist ein mehrdimensionales Konstrukt, das sich aus vielen unterschiedlichen, miteinander vernetzten Facetten zusammensetzt. Dazu zählen allgemeine Eigenschaften wie die Klarheit und Transparenz der Ziele oder die kognitive Herausforderung, zugleich aber auch domänenspezifische Bedingungen wie etwa der ästhetische Wahrnehmungsmodus im Fach Musik, die linguistisch fundierte Wortschatzarbeit im Englischunterricht oder die Orientierung am Designprozess im Werkunterricht. Dieser Tatsache Rechnung tragend ist der vorliegende Band aus der direkten Kooperation zwischen empirischen Bildungsforschern und fachdidaktisch Forschenden hervorgegangen. Über diesen Personenkreis hinaus richtet sich der Band auch an Studierende der Lehrämter und bildungswissenschaftlicher Studiengänge sowie an Lehrkräfte an Schulen, die ihre pädagogische Arbeit systematisch überprüfen und verbessern wollen.


Mit Beiträgen von

Mohy el-Din Gamal Badr, Karl-Oswald Bauer, Andreas Bohn, Wilfried Bos, Daniela Elsner, Ralf Gießler, Roland Hafen, Theo Hartogh, Marlies Hempel, Ulrike Kehrer, Pierre Kemna, Daniel Kleine-Huster, Lucia Maria Licher, Niels Logemann, Stefan Scheuerer, Johanna Schockemöhle, Heike Wendt, Anja Wildemann und Petra Wolters.

press

Nach einer differenzierten Einführung zum „Konstrukt“ der „Kompetenz“ wird aus der Kritik an enggeführten Konzepten ein Modell präsentiert, mit dem „das Subjekt in seiner Ganzheit“ [...] wieder in den Blick kommt, und es wird an Beispielen [...] entwickelt, wie in diesem Sinne Verlauf und Ergebnisse von Lernprozessen empirisch erfasst werden können – Ein Impuls, der allgemeine Ziele und empirische Prüfung verbindet.
Jörg Schlömerkemper in: PÄDAGOGIK, H. 2. 2012:

Thematisch weist der Bericht ein breites Spektrum auf. [...] Die Diskussion über verschiedene Kompetenzmodelle zeigt, dass sie sich immer wieder in der Praxis bewähren und von verschiedenen Experten und Fachdisziplinen kritisch hinterfragen lassen müssen.
Gottfried Kleinschmidt in: Sache – Wort – Zahl, 148/2015