Sprache und Interaktion im Mathematikunterricht der Grundschule

Marcus Schütte

Sprache und Interaktion im Mathematikunterricht der Grundschule

Zur Problematik einer Impliziten Pädagogik für schulisches Lernen im Kontext sprachlich-kultureller Pluralität

2009,  Empirische Studien zur Didaktik der Mathematik,  Band 1,  216  pages,  paperback,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-2133-2

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Die Schülerschaft in deutschen Schulen ist zunehmend durch Mehrsprachigkeit und unterschiedliche kulturelle Hintergründe geprägt. Hierdurch gewinnt die sprachliche Gestaltung des Mathematikunterrichts an Bedeutung. Mit Hilfe von Analysemethoden der Interpretativen Unterrichtsforschung der Mathematikdidaktik rekonstruiert der Autor Phänomene der sprachlichen Gestaltung des Grundschulmathematikunterrichts. Im Ergebnis zeigt sich ein vorwiegend informell und alltagssprachlich geprägter Unterrichtsdiskurs, in dem entscheidende Aspekte der Bedeutungsaushandlung implizit bleiben. Eine solche Implizite Pädagogik ist dem Grundgedanken verhaftet, dass Schülerinnen und Schüler sich allein auf der Grundlage ihrer mitgebrachten Fähigkeiten Bedeutungen erschließen können. Anhand dieses vom Autor entwickelten Theoriekonzepts stellt er Hypothesen über Gelegenheiten zum Lernen einer multilingualen Schülerschaft in deutschen Klassen auf.

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Die theoretisch sehr fundiert dargelegte Arbeit ist durchaus auch für Lehrkräfte sehr lesenswert, da sie durch die plastische Beschreibung der Unterrichtsphasen auch dazu anregt, die eigene sprachliche Gestaltung des Unterrichts zu hinterfragen und somit die Lehrerschaft für die beschriebenen sprachlichen Phänomene sensibilisieren kann. In diesem Sinne ist die Arbeit nicht nur für den Mathematikunterricht relevant [...].
Eva-Maria Plackner in: MNU PRIMAR, 2/1. 2010.

„Sprache und Interaktion im Mathematikunterricht der Grundschule“ von Marcus Schütte ist ein wissenschaftlich, aber verständlich geschriebenes Buch aus dem Bereich der Didaktik der Mathematik. [...] Ich denke, das Buch ist für Lehrkräfte und Studenten zu empfehlen. Zum einen dient es der Erweiterung der interkulturellen Kompetenz, zum anderen regt es zur Überprüfung der eigenen Sprache im Unterricht an und kann somit zur Verbesserung des Unterrichts sowie der Schülerleistungen beitragen. Obwohl die Studien sich alle auf den Mathematikunterricht der Grundschule beziehen, gelten viele Schlussfolgerungen sicherlich auch für den Unterricht in anderen Fächern.
Monika Ophey auf: lehrerbibli