Die Macht der Sprachen

Paul MecherilThomas Quehl (Editor)

Die Macht der Sprachen

Englische Perspektiven auf die mehrsprachige Schule

2006,  408  pages,  paperback,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-1627-7

back to overview

Ob es Schulen gelingt, auf die zunehmend bedeutsamer werdende Herausforderung der Mehrsprachigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler angemessene Antworten zu finden, hängt nicht nur von Fragen der Didaktik und der Schulentwicklung ab. Die in diesem Buch versammelten Beiträge zeigen, dass es für Reformen zudem erforderlich ist, mit allen Beteiligten zu einer Reflexion und Veränderung der Macht- und Dominanzverhältnisse zu gelangen, die in der Schule und in der Einwanderungsgesellschaft wirken.

Ein Blick auf Großbritannien gibt hierfür theoretische wie praktische Anregungen. Die Beiträge beschäftigen sich u.a.
– mit bildungspolitischen Maßnahmen zur Chancengleichheit,
– mit Zweitspracherwerb und den Sprach- und Machtverhältnissen in der Schule,
– mit Bedingungen der inklusiven Schule,
– mit Gefahren einer nach marktwirtschaftlichen Steuerungsprinzipien operierenden Bildungspolitik,
– mit Konzepten der Zweitsprachdidaktik,
– mit sprachlicher Diversität im Unterrichtsalltag,
– mit Beziehungen zwischen Eltern, Familien und der Schule.

In acht Kommentaren deutscher Autorinnen und Autoren werden Erfahrungen und Positionen aus dem englischsprachigen Raum vor dem Hintergrund der Situation in Deutschland betrachtet.


Mit Beiträgen von

Georg Auernheimer, Christiane Bainski, Adrian Blackledge, Brent Language Service, Jean Conteh, Jim Cummins, Inci Dirim, Pauline Gibbons, David Gillborn, Ingrid Gogolin, Mechtild Gomolla, Eve Gregory, Constant Leung, Norah McWilliam, Paul Mecheril, José Sánchez Otero, Thomas Quehl, Frank-Olaf Radtke, Theresa Reed, Robin Richardson, Hans-Joachim Roth, Leon Tikly, Ann Williams und Terry Wrigley.

press

Die Vielzahl an Analysen und thematischen Zugängen im Sammelband stellen eine Fundgrube für diejenigen Forscher(innen) dar, die an der Erschließung des internationalen Diskurses interessiert sind. Gleichzeitig sind sie auch für Praktiker(innen) hilfreich, die Anregungen und Modelle für die eigene Gestaltung von Unterricht und Lernsettings suchen. Was dem Buch mit der Erschließung des britischen Diskurses hervorragend gelingt, ist, Alternativen zur Eindimensionalität der deutschen Diskussion zu bieten. Dass multilinguale Kinder in einer Gesellschaft weder ein Standortnachteil sind noch ein persönliches Handicap besitzen, wird mehr als deutlich. Vielmehr zeigen die Artikel konkrete politische und schulische Wege auf, wie der produktive Umgang mit Sprachenvielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden kann.
Margarete Menz auf: klinkhardt.de

Der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe von Zweisprachigkeit, wie er in Großbritannien intensiv diskutiert wird, wurde in dieser Intensität in Deutschland bisher nicht praktiziert, so Gogolin (in Mecheril & Quehl 2006:79). Die LeserInnen finden daher in diesem Buch mit englischen Perspektiven und Bezug nehmenden Positionen deutscher WissenschaftlerInnen einen länderübergreifenden, bereichernden Diskurs zur Förderung von Kindern und Jugendlichen für alle Bildungsphasen und -institutionen.
Kathrin Plautz in: Zeitschrift für Fremdsprachenforschung, 2. 2007.

Ein spannender Sammelband mit Blick über den Tellerrand.
Auf: DaZ-Lernwerkstatt.