man hat uns fur die warheit ... geseit

Maryvonne Hagby

man hat uns fur die warheit ... geseit

Die Strickersche Kurzerzählung im Kontext mittellateinischer 'narrationes' des 12. und 13. Jahrhunderts

2001,  Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit,  Band 2,  364  pages,  E-Book (PDF),  31,30 €,  ISBN 978-3-8309-6013-3

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Für rund ein Viertel des narrativen Korpus des Strickers lassen sich mittellateinische 'exempla' als Quellen nachweisen, wie diese Untersuchung zeigt. Die so erfolgte Einordnung der Kurzerzählungen des Strickers in die hochmittelalterliche 'exempla'-Literatur ermöglicht einen Einblick in die besonderen Formen der Intertextualität von volkssprachiger und lateinischer Literatur. Zudem zeichnet sie ein neues Bild des mittelhochdeutschen Autors: Dank seiner breiten Bildung und schriftstellerischen Kompetenz war er in der Lage, von der zeitgenössischen Beliebtheit der mittellateinischen fiktionalen Inhalte zu profitieren, um sie bemerkenswert früh und innovativ zu volkssprachigen 'parabolae' umzugestalten.

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Zudem zeichnet diese Einordnung ein neues Bild des mittelhochdeutschen Authors, denn die engen Verbindungen mit den mittellateinischen modernen Erzähl- und Auslegungstechniken zeigen einen hochgebildeten Literaten (...)
G. Hendrix in: SCRIPTORIUM. 1/2003. S. 68.

Individual texts have been studied for their connections to others of the same or similar content, but until now no comprehensive study has been made that would attempt to show the place of this body of writing by Der Stricker in the panorama of medieval didactic narrative written in Latin.
Hagby has made this attempt, and it is well done - supported by impressive erudition, a somewhat ponderous but always clear academic style, and a finely discriminating, analytic intelligence.
Stephen L. Wailes, Indiana University in: Speculum. 4/2003. S. 509ff.