Lernen mit Bildern und Animationen

Doris Lewalter

Lernen mit Bildern und Animationen

Studie zum Einfluß von Lernermerkmalen auf die Effektivität von Illustrationen

1997,  Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie,  Band 2,  282  pages,  E-Book (PDF),  22,90 €,  ISBN 978-3-8309-5451-4

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Im Zuge der zunehmenden Verbreitung multimedialer computergestützter Lernmedien gewinnt die instruktionspsychologische Frage nach der lernfördernden Wirkung der darin enthaltenen Visualisierungen an Bedeutung. Bisher wird bei der Gestaltung von computergestützten Lernprogrammen häufig von der Annahme ausgegangen, dass eine möglichst vielfältige visuelle Informationspräsentation zu einer Verbesserung der Lernleistungen führt.

In diesem Zusammenhang interessiert sich die Autorin für die lernfördernden Effekte computergestützter Animationen im Vergleich zu traditionellen Bildern und zu Texten ohne Visualisierungselemente. In einem Lehr-Lernexperiment mit insgesamt 60 Erwachsenen wird der Effekt von Animationen und Bildern in einem Lehrtext zu einem astrophysikalischen Sachverhalt untersucht. Dabei wird neben dem Einfluss von Testkriterien (u. a. Zeichen- und verbale Aufgaben) und Personenvariablen (kognitive und motivationale Merkmale der Lernenden) der Einsatz von Lernstrategien bei der kognitiven Verarbeitung der Illustrationen berücksichtigt.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beide Visualisierungsmöglichkeiten den Lernerfolg erhöhen, dass die erwarteten Unterschiede jedoch nur tendenziell ausfallen. Neben Interaktionseffekten zwischen Visualisierungsform und Personenvariablen konnte eine unterschiedliche kognitive Verarbeitung beider Illustrationsformen durch die Lernenden festgestellt werden.

press

"Wissenschaftler, die sich für diese Teilgebiete der Instruktionspsychologie interessieren, werden einen gut strukturierten Überblick über die Forschungslandschaft vorfinden und eine Fülle von Material.(...) die gut durchdachte und effiziente durchgeführte Studie.(...) Das Buch von Doris Lewalter wird vor allem interessierten Wissenschaftlern, aber auch ambitionierten Laien eine Fülle gut aufbereiteten Materials bieten. Es ist ein interessanter Überblick über ein rasch wachsendes Forschungsgebiet, der sich durch seinen klaren Aufbau und durch die an empirischen Ergebnissen orientierte Literaturauswahl auszeichnet. Die sorgfältige Auswahl von Untersuchungshypothesen und -faktoren und der daraus abgeleitete Versuchsplan heben die Untersuchung aus der Vielzahl der oft eher unsystematischen oder anekdotischen Arbeiten heraus. Die Ergebnisse, die Lewalter vorlegt, regen hoffentlich viele Kolleginnen und Kollegen (und natürlich die Autorin selbst) zu weiterer, systematischer Forschung in einem Gebiet an, das allzu oft die gebotene Sorgfalt und Systematik vermissen läßt."
(ZfPP 13 (3), 1999)