Christian Fischer,
Paul Platzbecker
(Editor)
Gibt es den normalen Schüler (noch)?
In Schule und Unterricht mit Diversität umgehen
2019, Münstersche Gespräche zur Pädagogik, Band 35, 130 pages, paperback, 16,90 €, ISBN 978-3-8309-3969-6
With contributions by
Silvia-Iris Beutel,
Ingo Brümmer,
Christian Fischer,
Friederike Gilsbach,
Gabriele Hartleif,
Christian Hauk,
Birgit Heinen,
Ralf Mengede,
Timo Pabst,
Paul Platzbecker,
Rosemarie Schulte,
Elmar Souvignier,
Ferdinand Stebner,
Matthias Trautmann,
Sabine Vutz,
Inga Wehe,
Gerd Wilpert,
Beate Wischer
„Die Verschiedenheit der Köpfe“ benannte Johann Friedrich Herbart vor gut 200 Jahren als das Hauptproblem des Unterrichts. Als Antwort darauf orientierte sich unser Schulsystem traditionell am Ideal möglichst homogener Lerngruppen. Im Gegensatz dazu steigt heute die Vielfalt in den Klassenzimmern des Landes stetig weiter: Immer mehr Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund; der Anspruch auf gemeinsames Lernen ist rechtlich verankert und wird in der Praxis zunehmend eingefordert. Mittlerweile ist daher die individuelle Förderung zentrale Leitidee moderner Schulgesetze. In Schule und Unterricht werden Formen innerer und äußerer Differenzierung entwickelt und erprobt. Das Thema Diagnostik hat Konjunktur.
Doch kann Schule auf jede Vorstellung von „Normalität“ verzichten? Ihr Bildungsauftrag besteht auch in der Herstellung von Gemeinsamkeit. Diese erfordert Auseinandersetzung darüber, was gelten soll, Verständigung über gemeinsame Wertorientierungen und „Normalität“.
Dieser Themenband leuchtet das Spannungsfeld zwischen Vielfalt und „Normalität“ aus. Neben wissenschaftlichen Referaten werden aktuelle Ansätze aus der Praxis dokumentiert.
press
Ein nicht nur informatives, sondern auch interessantes Buch, das zum pädagogischen Nachdenken über Diversität anregt und Mut macht, in der Schule mit Heterogenität selbstverständlich und problemlösend umzugehen.
Peter Jansen, in: Schulmagazin 5–10 10/2019, S. 57.



