Mouez Khalfaoui,
Matthias Möhring-Hesse
(Editor)
Eine Arbeitsgesellschaft – auch für Muslime
Interdisziplinäre und interreligiöse Beiträge zur Erwerbsarbeit
2015, Schriftenreihe Graduiertenkolleg Islamische Theologie, Band 3, 280 pages, paperback, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-3262-8
With contributions by
Judith Dick,
Niloufar Hoevels,
Christine Hunner-Kreisel,
Ansgar Kreutzer,
Mouez Khalfaoui,
Necmettin Kizilkaya,
Abdelaali El Maghraoui,
Torsten Meireis,
Matthias Möhring-Hesse,
Sarah Prenger,
Mohamed Haj Salem,
Hansjörg Schmid,
Berthold Vogel,
Jana Wetzel,
Kirsten Wiese
Die Bundesrepublik ist eine Arbeitsgesellschaft und damit von der Erwerbsarbeit eingenommen und auf Erwerbsarbeit hin ausgerichtet. Wie alle Bürgerinnen und Bürger werden Glaubende gleich welcher Religion und Konfession den weitreichenden Ansprüchen der Erwerbsarbeit ausgesetzt – und müssen diese mit den ebenso weitreichenden Ansprüchen ihres Glaubens vereinbaren. Für eine Theologie, die sich für den Lebensalltag der Glaubenden interessiert, ist Erwerbsarbeit daher ein Thema – und zwar mit der doppelten Herausforderung, sich theologisch auf Erwerbsarbeit einzulassen und zugleich ihren ausufernden Ansprüchen auf das Leben der Menschen zu widersprechen.
Der interreligiöse und interdisziplinäre Sammelband „Eine Arbeitsgesellschaft - auch für Muslime“ widmet sich der Frage, ob und inwiefern die Religiosität von Erwerbstätigen ihre Erwerbsarbeit prägt, wie und in welchem Ausmaß Religion in die Erwerbsarbeit einfließt und welchen Raum Erwerbsarbeit für Religiosität bestehen lässt.
Besonders interessieren dabei Benachteiligungen, die religiösen Menschen aufgrund ihrer besonderen – oder nur zugeschriebenen – Eigenschaften und Merkmale in und über die Erwerbsarbeit erwachsen. Theologisch stellt sich dieses Thema nicht innerhalb der Grenzen von Religionen und Konfessionen. Geht es um Benachteiligungen, gar um Diskriminierungen von religiösen Menschen, dann sind Theologien interkonfessionell.
press
Der Sammelband mag all jenen kulturanthropologischen Leserinnen und Lesern eine gute Lektüre bieten, welche gewillt sind, sich abseits der Frage nach dem Verhältnis von Muslimen und Musliminnen und ihrer Erwerbsarbeit einen Überblick über theologische Perspektiven auf dieses Verhältnis zu verschaffen. Der Gewinn mag mindestens darin bestehen, die eigene fachliche Perspektive (produktiv) zu irritieren.
Jan Lange in: Zeitschrift für Volkskunde, 1/2016
