Doris Gutsmiedl-Schümann,
Annette Siegmüller,
Jana Esther Fries
(Hrsg.)
Die Küste: Konfliktort zwischen Mensch und Natur?
Geschichte und Gegenwart einer Landschaft zwischen Verklärung, Heroisierung und Schutz
2026, 268 Seiten, broschiert, 44,90 €, ISBN 978-3-8188-0107-6
Die Küste ist Sehnsuchtsort, Wirtschaftsraum, Naturreservat – und sie wird seit Jahrtausenden anthropogen beeinflusst. Der Sammelband „Die Küste: Konfliktort zwischen Mensch und Natur?“ versammelt Beiträge aus Archäologie, Geschichte, Soziologie, Geographie, Biologie und Kunstgeschichte, die zeigen, wie Küstenlandschaften seit Jahrtausenden gestaltet, gedeutet und genutzt werden. Im Zentrum stehen Bilder und Narrative, mit denen Menschen die Küste als Idylle, Arbeitsraum, Schutzraum oder Bedrohung beschreiben – von der Vor- und Frühgeschichte über die Deichbaugeschichte bis zu Nationalpark, Tourismus und Klimawandel. Ausgehend von einem interdisziplinären Workshop werden historische Quellen, archäologische Befunde, ökologische Prozesse und gesellschaftliche Debatten miteinander verknüpft. Der Band fragt, wie Vorstellungen vom „Kampf gegen das Meer“, von Heroisierung, Verklärung oder Naturreinheit entstanden sind. Diese Ansichten prägen gesellschaftliche sowie politische Entscheidungen zum Küsten- und Umweltschutz bis heute. Die Küste ist kein statisches Naturreservat, sondern ein Lebensraum, in dem Mensch und Landschaft untrennbar miteinander verwoben sind und interagieren.



