Previous Issue | Next IssueTertium Comparationis, Vol. 10 (2004), No. 2Methodologische Fragen der erziehungswissenschaftlichen Komparatistik im europäischen Kontext.
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This article questions the adoption in some recent British publications of the German term Technik. This term is interpreted in Britain as 'third culture between science and the arts' to be taught at school. By means of a brief comparison of the historical roots of the education of engineers in Great Britain and Germany in the nineteenth century, the author shows the theoretical and institutional differences of the origins of technical education in the two countries. In particular, the German attempt at an institutional and conceptual synthesis of the two logics of academic science and technical efficiency #150; is emphasised as the real background of the terminological differences. In the light of this analysis, the particularity of German Technik is given a different accentuation: in Germany, Technik is not a third culture, but the guiding concept of professional training (including higher education). The results of the comparative analysis, however, change the perspectives of educational policy-making inasmuch as it refers to the new concept of Technik.
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"Läßt der Niedergang sozialistischer Planwirtschaften den Systemvergleich obsolet werden?" Diese Frage stellte vor kurzem ein Volkswirtschaftler in den Informationen des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien (Herrmann-Pillath 1990). Und ein anderer Ökonom, Ludwig Bress, antwortete gewissermaßen auf diese Frage in einem Beitrag im Deutschland Archiv, indem er apodiktisch "Das Ende des Systemvergleichs" proklamierte (Bress, Hentzschel 1990: 1035).
Es ist auffallend, daß gerade die Ökonomen über das Ende des Systemvergleichs nachdenken. Tatsächlich fand man in der Volkswirtschaftslehre besonders häufig eine dualistische Betrachtung, durch die die Welt in marktwirtschaftliche (die Nationalökonomen nennen sie auch "verkehrswirtschaftliche") und planwirtschaftliche Ordnungen eingeteilt wurde. Im Bereich der Ökonomie wird der "intersystemare Vergleich" auf klar umrissene gegensätzliche "Wirtschaftsordnungen" bezogen, deren distinktive Elemente relativ leicht zu fassen sind. Auf dem Gebiet des Bildungswesens ist eine solche Entgegensetzung schon viel komplexer. Trotzdem scheint mit dem Systemwandel in Osteuropa auch im Bereich der Bildungsforschung der intersystemare und als Folge davon auch der intrasystemare Vergleich seine wesentliche Bedeutung verloren zu haben. Die früheren Gegensätze der Rahmenbedingungen verwischen sich, die "Systeme" lösen sich auf.
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Beim Lesen des Vortragstitels mag vielleicht mancher sich die Frage stellen, welchen Sinn es haben kann, im Jahr 1991 den Gedanken von der "Autonomie der Pädagogik" aufzugreifen? Vielleicht kann der Blick in ein bis vor kurzem gültiges Schulgesetz eine erste Antwort geben:
§ 1 des "Gesetzes über das einheitliche sozialistische Bildungssystem" der DDR vom 25.2.1965 bestimmte: "Das Ziel des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems ist (…) die Bildung und Erziehung (…) sozialistischer Persönlichkeiten." Daraus folgte für den Lehrer: "Die Lehrer erziehen ihre Schüler im Geist des Sozialismus (…) zur Bereitschaft, die Errungenschaften ihrer sozialistischen Heimat zu verteidigen." …
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Die Vision des Erziehungswissenschaftlers:
"Die Wende und die deutsche Vereinigung sind ohne Zweifel der dritte wichtige Impuls für eine Veränderung der Schulen in diesem Jahrhundert nach der pädagogischen Bewegung um 1920 (…) und nach der Schulreformbewegung um 1970 (…)."
Der Appell des Bildungspolitikers:
"Seinen Nachfolger forderte Ortleb auf, die Chancen der deutschen Einheit zu nutzen, um Verkorkstes, Verqueres, Verstrittenes im Bildungssystem auszumerzen."
Die Vorgaben des Einigungsvertrages:
"Die bei der Neugestaltung des Schulwesens (im Beitrittsgebiet) erforderlichen Regelungen werden von den "neuen" Ländern getroffen. (…) [Dabei] sind Basis das Hamburger Abkommen und die weiteren einschlägigen Vereinbarungen der Kultusminister."
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Beim Lesen dieses Titels kann man sich fragen, wie ein Begriff, der auf den ersten Blick lediglich eine geographische Bestimmung darstellt, als "Herausforderung" für eine wissenschaftliche Disziplin verstanden werden kann. Der Sinn der Themenformulierung wird deutlicher, wenn man beispielsweise einen Blick in den Studienplan der Universität Leipzig für den Magisterstudiengang "Erziehungswissenschaft" wirft. Dort ist als Pflichtelement der Baustein "Vergleichende Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des europäischen Einigungsprozesses" aufgeführt. "Europa" ist also nicht als bloß geographischer Begriff, sondern als politischer Prozeß gemeint. Es ist der Prozeß der europäischen Integration, zu dem die Vergleichende Erziehungswissenschaft in Beziehung treten soll. Das setzt voraus, daß der europäische Einigungsprozeß nicht nur einen politisch gesteuerten Prozeß darstellt, sondern (auch) als ein gesellschaftlicher Bewußtseinsprozeß verstanden wird, der möglicherweise Rückwirkungen auf den Gegenstand der Vergleichenden Erziehungswissenschaft hat. …
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On demanda à trois savants, un Français, un Anglais et un Allemand, de doter le monde de leur vue sur un animal fort intéressant, à savoir le chameau. Or, le Français sur l'heure s'en va au jardin zoologique, y passe une heure en recherches rapides, s'en revient et écrit un feuilleton dans lequel il ne puisse être trouvé la moindre phrase que l'Académie française eût pu blâmer, mais pas une phrase non plus qui eût pu contribuer au progrès de la connaissance sur l'objet en question. Il est néanmoins parfaitement satisfait et s'écrie:
"Le voilà, le chameau." L'Anglais par contre, emporte sa théière et tout ce dont il a besoin pour sa commodité, installe sa tente dans la région du Moyen-Orient et y reste deux ans pour étudier le chameau et son comportement. Il revient sur l'île avec un livre important rempli de descriptions de faits présentés sans ordre ni philosophie, mais constituant une collection appréciable de documents pouvant servir à tous ceux qui viendront après lui. L'Allemand, plein de mépris à l'encontre de la frivolité du Français et du ramassage de faits sans système ni théorie de l'Anglais, se retire dans sa bibliothèque personnelle pour y développer "L'idée de chameau issue des couches profondes de la conscience morale". Et s'il n'est pas mort depuis, il y est toujours … (d'après Georges Henry Lewes, 1864).
En lisant ce passage d'un auteur anglais du siècle dernier, la question est permise de savoir si, au-delà de leur qualité incontestable de constituer une preuve excellente de l'humour britannique, à un niveau plus sérieux, ces lignes persiflant quelques stéréotypes nationaux représentent plutôt un exemple d'une "ethnologie de touriste" (Bourdieu, Passeron, 1967) ou si, au contraire, cette plaisanterie ne révèle pas des particularités culturelles nationales réelles, venant des profondeurs de la "conscience collective".
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