Niederlande-Studien

herausgegeben von Amand Berteloot, Loek Geeraedts, Lut Missinne und Friso Wielenga


Das Zentrum für Niederlande-Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität ist als akademische Institution einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist eine Besonderheit, weil es hier zum ersten Mal unternommen wird, den nordwesteuropäischen Kulturraum in all seinen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Äußerungsformen landeswissenschaftlich systematisch zu erfassen und ihn in der Universitätslehre ebenso wie in der außereuropäischen Öffentlichkeit zu präsentieren. Entsprechend bietet das Zentrum über seinen Forschungsauftrag hinaus einen eigenständigen Magister-Studiengang an, der fachlich interdisziplinär aufgebaut ist. Forschung und Lehre, die nach dem Prinzip des "forschenden Lernens" miteinander verbunden sind, dienen dazu, die europäische Überwindung der Nationalstaaten nicht nur denkerisch nahezubringen, sondern auch die Berufsausübung im nordwesteuropäischen Raum selbst (NL, B) oder auf Tätigkeitsfelder im eigenen Land mit dem Schwerpunkt Niederlande und Belgien vorzubereiten. Der interdisziplinäre Studiengang ist so angelegt, dass Tätigkeiten in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur gleichermaßen aufgenommen werden können. Es sei nachhaltig betont, dass das Zentrum Neuland betritt, das in Forschung und Lehre sowie in der Gestaltung der Berufsfelder in Zusammenarbeit mit Parallelinstitutionen in den Niederlanden und Belgien ausgebaut wird.

Monographische Veröffentlichungen werden in eine eigene Reihe des Zentrums mit dem Titel "Niederlande-Studien" aufgenommen: Gemeint sind umfangreiche Untersuchungen und Studien, prämierte Examensarbeiten, Dissertationen und Habilitationen, aber auch Tagungsergebnisse und Editionen.


Lieferbare Bände:
  1. Helmut Gabel, Volker Jarren: Kaufleute und Fürsten. Außenpolitik und politisch-kulturelle Perzeption im Spiegel niederländisch-deutscher Beziehungen 1648–1748
    mit einer Einleitung von Heinz Duchhardt und Horst Lademacher
  2. Gerlinde Lütke Notarp: Von Heiterkeit, Zorn, Schwermut und Lethargie. Studien zur Ikonographie der vier Temperamente in der niederländischen Serien- und Genregraphik des 16. und 17. Jahrhunderts
  3. Jan Goossens: Reynke, Reynaert und das europäische Tierepos. Gesammelte Aufsätze
  4. Christoph Schumacher: Die konzernverbundene Stiftung. Eine rechtsvergleichende Untersuchung des niederländischen und deutschen Rechts
  5. Jan Goossens: Ausgewählte Schriften zur niederländischen und deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft
  6. Amand Berteloot, Detlev Hellfaier (Hrsg.): Jacob van Maerlants "Der naturen bloeme" und das Umfeld. Vorläufer – Redaktionen – Rezeptionen
  7. Kathrin Kötz: Die Prosa Paul van Ostaijens. Stilistische, poetologische und philosophische Korrespondenzen mit dem Werk von Mynona (Salomo Friedlaender)
  8. Markus Lang: Die Entwicklung des Unternehmensrechts der Niederländischen Antillen
  9. Maria-Theresia Leuker: Künstler als Helden und Heilige. Nationale und konfessionelle Mythologie im Werk J.A. Alberdingk Thijms (1820–1889) und seiner Zeitgenossen
  10. Hans-Jörg Czech: Im Geleit der Musen. Studien zu Samuel van Hoogstratens Malereitraktat Inleyding tot de Hooge Schoole der Schilderkonst: Anders de Zichtbaere Werelt (Rotterdam 1678)
  11. Ingo Schiweck: "[…] weil wir lieber im Kino sitzen als in Sack und Asche". Der deutsche Spielfilm in den besetzten Niederlanden 1940–1945
  12. Bettina Noak: Politische Auffassungen im niederländischen Drama des 17. Jahrhunderts
  13. Ute Langner: Zwischen Politik und Kunst. Feministische Literatur in den Niederlanden – die siebziger Jahre
  14. Amand Berteloot, Hans van Dijk, Jasmin Hlatky (Hrsg.): "Een boec dat men te Latine heet Aurea Legenda". Beiträge zur niederländischen Übersetzung der Legenda aurea
  15. Guido Klostermann: Die niederländische privatrechtliche Stiftung. Das Stiftungsrecht der Gegenwart und seine Geschichte
  16. Johannes Koll: 'Die belgische Nation'. Patriotismus und Nationalbewußtsein in den Südlichen Niederlanden im späten 18. Jahrhundert
  17. Christiane Möller: Jacob Cornelisz. van Oostsanen und Doen Pietersz.. Studien zur Zusammenarbeit zwischen Holzschneider und Drucker im Amsterdam des frühen 16. Jahrhunderts
  18. Harald Fühner: Nachspiel. Die niederländische Politik und die Verfolgung von Kollaborateuren und NS-Verbrechern, 1945–1989
  19. Sven Pastoors: Anpassung um jeden Preis? Die europapolitischen Strategien der Niederlande in den Neunziger Jahren
  20. Johannes Koll (Hrsg.): Nationale Bewegungen in Belgien. Ein historischer Überblick
  21. Heinz Eickmans, Lut Missinne (Hrsg.): Albert Vigoleis Thelen. Mittler zwischen Sprachen und Kulturen
  22. Martina Dlugaiczyk: Der Waffenstillstand (1609–1621) als Medienereignis. Politische Bildpropaganda in den Niederlanden
  23. Helma Lutz, Kathrin Gawarecki (Hrsg.): Kolonialismus und Erinnerungskultur. Die Kolonialvergangenheit im kollektiven Gedächtnis der deutschen und niederländischen Einwanderungsgesellschaft
  24. Simone Schroth: Das Tagebuch / The Diary / Le Journal. Anne Franks Het Achterhuis als Gegenstand eines kritischen Übersetzungsvergleichs
  25. Markus Wilp: Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland und den Niederlanden. Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und politische Maßnahmen
ISSN 1436-3836
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