Sigrid Wiemer

Das Leben in Münsteraner Armenhäusern während des 19. Jahrhunderts


War es Ausdruck gesellschaftlichen Abstiegs, wenn alte und arme Menschen im 19. Jh. in ein Armenhaus kamen oder bedeutete es, einen Lebensabschnitt zu beginnen, der – wenn auch von erheblichen Einschränkungen gekennzeichnet – ein vergleichsweise hohes Maß an existentieller Sicherheit bot? Das Alter dieser Menschen entsprach bei Aufnahme in das Armenhaus in etwa dem heutigen Rentenalter, so daß sich die Überlegung aufdrängt, ob man die ehemaligen Armenhäuser als Vorläufer der heutigen Altersheime ansehen kann? Zur Erhellung dieser und weiterer Fragen werden auf der Basis archivalischer Quellen Alltag und Lebensrealität in Münsteraner Armenhäusern im 19. Jh. nachgezeichnet.


1991, Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Bd. 71, 216 Seiten, br., 9,90 EUR, ISBN 978-3-89325-975-5

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