Es geht in diesem Buch um die Bedingungen der Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, die hier vor allem anhand der sehr ambivalenten Beziehung zwischen kulturwissenschaftlichem Film und Fernsehen diskutiert werden. Die Fragestellung wird dann jedoch umfassender und geht über die Diskussion visueller Konzepte hinaus: Wie kann eine Annäherung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit erfolgen, ohne einem Populismus zu verfallen, der sich wissenschaftlichem Anliegen nicht länger verpflichtet fühlt? PressestimmenIn vier thematische Schwerpunkte geordnet, bieten die insgesamt 18 Beiträge des Sammelbands einen guten Einblick in relevante praktische und aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen des wissenschaftlichen Films und Filmens. Die Breite und Vielfalt stilistischer, handwerklicher und ästhetischer Produktionsbedingungen werden, oft beispielhaft, aufgezeigt und aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben und erörtert. Die Trennlinie zwischen wissenschaftlichen Vermittlungsabsichten und Unterhaltungsansprüchen findet sich kritisch reflektiert und vielschichtig diskutiert. Die Schilderungen von Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit dem Fernsehen oder die Ausführungen zu Perspektiven und sich verändernden Standards des kulturwissenschaftlichen Films in einer zunehmend medialisierten Welt werden dabei nicht nur von Filmschaffenden mit Gewinn gelesen werden. Auch die Überlegungen zur Nutzbarmachung von außerhalb des wissenschaftlichen Films entwickelten visuellen Diskursen und Authentizitätsstrategien für den kulturwissenschaftlichen Film wenden sich an ein breites Publikum. Der Sammelband dürfte sowohl für Fernsehredakteure und professionelle Filmemacher als auch für Wissenschaftler und Studierende von hohem Interesse sein. […] Die vorgestellte Breite und Vielfalt stilistischer, handwerklicher und ästhetischer Produktionsbedingungen zeigt sehr schön, welch vielgestaltiges Genre der kulturwissenschaftliche Film ist. Neben den vielen konkreten Beispielen, die nicht nur Filmschaffende mit Gewinn lesen werden, wird vor allem auch die Trennlinie zwischen wissenschaftlichen Vermittlungsabsichten und Unterhaltungsansprüchen differenziert behandelt und reflektiert. [A]lle […] Beiträge wird man als nicht nur am Thema "Film und Wissenschaft" Interessierte/r mit Gewinn lesen; sie – die Beiträge – zeigen u.a., um nochmals den Herausgeber zu zitieren, "wie gleichberechtigt und fruchtbar Theorie und Praxis nebeneinander existieren können". "[A]m Film interessierte Leser/innen [kommen] schon allein wegen der vielen brauchbaren Hinweise zur Fimanalyse auf ihre Kosten." Die Aufteilung des Buches in vier Schwerpunkte und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der Autoren machen es möglich, dass sich der Leser mit der ganzen Bandbreite des Themas "Kulturwissenschaft, Film und Öffentlichkeit" auseinandersetzen kann: Wo steht die Kultuwissenschaft heute und im Ländervergleich? Wie wichtig ist ein Austausch zwischen Kulturwissenschaft und Öffentlichkeit? Welche Möglichkeiten bietet eine Zusammenarbeit mit dem Fernsehen? Wie kann eine Weiterentwicklung und Verbesserung im Austausch zwischen Kulturwissenschaft und Öffentlichkeit stattfinden? Auf diese und weitere Fragen konnte das Buch Antworten geben und damit auch mehr als nur einen Einblick in das Thema liefern. 2001, 299 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-921-2
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