Die Frage der Wirksamkeit von Warnungen vor gesundheitlichen Risiken wird kontrovers diskutiert. Der Autor stellt den empirischen Forschungsstand umfassend dar und unterscheidet drei theoretische Ansätze der Furchtappellforschung: Studien mit einer Variation des Furchtappells, Studien auf der Basis sozialkognitiver Modelle des Gesundheitsverhaltens und Studien der Einstellungsänderungsforschung u.a. des "Elaboration Likelihood Model". Im Untersuchungsdesign werden diese drei Forschungstraditionen integriert und die Wirkung von Videofilmen zur Tabakprävention bei über 500 Schülern im Alter von 13 bis 18 Jahren aller Schularten untersucht. Die kognitive Verarbeitung massenmedialer Prävention und Auswirkungen auf Parameter wie Einstellungen, Konsequenzerwartungen und Tabakdistanz werden erfasst. AutoreninfoJürgen Barth, Jahrgang 1968, studierte in Eichstätt und Freiburg Psychologie und arbeitete nach dem Diplom (1993) als wissenschaftlicher Angestellter. Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Tätigkeit in freier Praxis. Seit 1999 Hochschulassistent an der Universität Freiburg, Arbeitsschwerpunkte Gesundheitspsychologie (u.a. Tabakprävention, HIV) sowie Klinische und Rehabilitationspsychologie (u.a. Kurzzeitpsychotherapie, Psychotraumatologie). PressestimmenDer Autor hat ein wichtiges und äußerst interessantes Thema der Prävention angesprochen […] so ist das Buch […] für den auf dem Gebiete der Suchtforschung tätigen Mediziner interessant. Dem Buch ist eine breite Akzeptanz zu wünschen. 2000, IHS, Bd. 334, 266 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-885-7
|