Eignet sich das Verfahren Rollenspiel als Methode der qualitativen Sozialforschung? Und wenn ja, welche Erkenntnisse können durch die Anwendung dieses Verfahrens gewonnen werden?
Das Rollenspiel bietet die Möglichkeit, unbewußte und gruppendynamische Prozesse in ihrer Bedeutung für die Gestaltung und Ausprägung von Interaktionen zu erfassen. Es verhilft dazu, die rollenspezifischen Erfahrungen der Teilnehmenden mit dem Themenfeld in ihren charakteristischen Merkmalen auszudrücken. In einer themenbezogenen Ausdehnung der Erhebung eines Gegenstandes mittels Rollenspiel auf verschiedene soziale Gruppen können somit kollektive Erfahrungen, die das Alltagsbewußtsein formen, aufgenommen werden. Das Rollenspiel als Erhebungsmethode erweist sich hier als besonders effektiv in Verbindung mit der Auswertungsmethode der tiefenhermeneutischen Textinterpretation. AutoreninfoIris Stahlke, Dr. phil., Dipl.-Psych., geboren 1966 in Verden. Studium der Psychologie in Bremen (Diplom 1992). Seit 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Psychologie und Sozialforschung an der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a.: Methoden qualitativer Sozialforschung, Arbeits- und Organisationspsychologie. 2001, IHS, Bd. 332, 236 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-883-3
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